Die erste bemannte Mondmission seit Jahrzehnten steht an – Was essen die Astronauten?
Wenn alles nach Plan läuft, hebt Artemis II frühestens am 7. Februar ab. Es ist der erste bemannte Raketenflug zum Mond seit Apollo 17 im Jahr 1972. Die vier Astronauten an Bord der Artemis II werden den Mond umrunden und sich mehr als 6.400 Kilomenter über seine Rückseite hinaus bewegen.
Landung auf dem Mond gibt es diesmal keine – Artemis II ist vielmehr die entscheidende Generalprobe für die nächste Mondlandung und auch für Pläne, die in weiterer Zukunft liegen, wie Marsmissionen.
Essen spielt in der bemannten Raumfahrt eine entscheidende Rolle: Nicht nur für die Gesundheit der Besatzung, sondern auch für ihre Leistung und Stimmung ist Essen entscheidend, das nicht nur ernährt, sondern auch schmeckt.

Wenn alles nach Plan läuft, hebt Artemis II frühestens am 7. Februar ab. Es ist der erste bemannte Raketenflug zum Mond seit Apollo 17 im Jahr 1972. Die vier Astronauten an Bord der Artemis II werden den Mond umrunden und sich mehr als 6.400 Kilomenter über seine Rückseite hinaus bewegen.
Landung auf dem Mond gibt es diesmal keine – Artemis II ist vielmehr die entscheidende Generalprobe für die nächste Mondlandung und auch für Pläne, die in weiterer Zukunft liegen, wie Marsmissionen.
Essen spielt in der bemannten Raumfahrt eine entscheidende Rolle: Nicht nur für die Gesundheit der Besatzung, sondern auch für ihre Leistung und Stimmung ist Essen entscheidend, das nicht nur ernährt, sondern auch schmeckt.

Die ersten US-Mahlzeiten in der Schwerelosigkeit waren vorrangig funktional. John Glenn, 1962 der erste Amerikaner, der die Erde in einem Raumschiff umkreiste, ernährte sich auf seiner Mission von Apfelmus aus einer Tube. Seitdem hat es in Sachen Astronautennahrung beträchtliche Fortschritte gegeben – zur Freude der Piloten und Wissenschaftler.
Schon in der Apollo-Ära gab es komplexere Mahlzeiten: Sogenannte „Spoon Bowls“ beinhalteten getrocknete Nahrung, die durch Zugabe von heißem Wasser zu einem Brei wurde, das Astronauten bequem auslöffeln konnten. Am Speiseplan standen zum Beispiel Cornflakes oder Spaghetti; sogar Schokoladenpudding konnten die ersten Mond-Astronauten genießen.
Spitzenküche hebt ab
Auf der Raumstation ISS geht es der Mannschaft kulinarisch noch besser: Sie werden mit einer relativ breiten Auswahl an Essen versorgt – von Bacon-Sandwiches bis zu heißem Kaffee. Sogar frische Früchte werden gelegentlich in die Umlaufbahn transportiert.
Sogar Mahlzeiten auf Michelin-Sterne-Niveau gibt es gelegentlich. Die Drei-Sterne-Köchin Anne-Sophie Pic kochte für ihre Landsfrau, die ESA-Astronautin Sophie Adenot, ein „Bonus Meal“ mit Gerichten wie Foie-gras-Creme oder Hummerbisque.
Und auch der dänische Avantgardekoch Rasmus Munk wird ein spezielles Menü in die Stratosphäre schicken.
Was wird die Artemis-II-Crew essen?
Die Astronauten der Artemis II-Mission haben zwar eine etwas eingeschränktere Auswahl an Speisen als die Astronauten der Raumstation, konnten aber selbst entscheiden, welche Lebensmittel sie mitnehmen möchten.
Die Crew hat viel Zeit damit verbracht, die Speisen für die Mission zu testen und auszuwählen, und konnte aus einem Menü wählen, das unter anderem Hühnercurry, Krabbencocktail und Schokoladenpuddingkuchen umfasste. In diesem Video (Instagram) kann man einen „Vorgeschmack“ darauf bekommen, wovon sich die Astronaut:innen mindestens zehn Tage lang ernähren werden.
Warum das auch für Nicht-Astronauten spannend ist
Der eigentliche Nutzen der bemannten Raumfahrt liegt in den Erfindungen und Forschungsergebnissen, die sie hervorbringt. Und in vielerlei Hinsicht haben NASA-Missionen auch die Gastronomie und Lebensmittelindustrie beeinflusst.
Beispiel 1: HACCP
Das HACCP-Prinzip entstand während der Raumfahrt-Ära, da eine Lebensmittelvergiftung auf dem Weg zum Mond ein katastrophales Ereignis gewesen wäre. Heute ist HACCP ein weltweit anerkannter Standard für die Lebensmittelsicherheit.
Beispiel 2: Gefriertrocknung
Die NASA hat Freeze-Drying zwar nicht erfunden, aber Verfahren und Handhabung entscheidend vorangetrieben – bis hin zu seiner heutigen Verbreitung in der Outdoor- und Convenience-Branche.
Beispiel 3: Verpackung & Haltbarkeit
Flexible Retort-Pouches (statt Dosen) und High-Barrier-Materialien sind nicht nur Thema in der Raumfahrt, sondern Kern jeder modernen, haltbaren Produktlinie.