Arbeiten am Schiff

Tipps, Tricks & Infos.
November 13, 2015

ein Minigolfplatz an Deck eines Passagierschiffes Eigentlich gibt es für fast jede(n) Interessierte(n) Arbeit auf einem Cruiser. Vergleichbar mit einer schwimmenden Stadt, werden auf einem Kreuzfahrtschiff verschiedenste Jobs und Spezialisten benötigt. Für einige Anstellungen werden hoch spezialisierte Leute gesucht, für andere Arbeiten braucht man fast keine Qualifikationen. Verglichen mit anderen Sparten haben Cruise Lines eine relativ hohe Rate beim Angestelltenwechsel – ein Resultat davon ist, dass permanent Leute gesucht und eingestellt werden.
In unserer Serie „Cruise Lines“ wurden schon viele interessante Themen behandelt, im Folgenden soll ein kleiner Rück- und Überblick die wichtigsten Tipps und Tricks für Jobs auf Kreuzfahrtschiffen zusammenfassen, um damit dem potentiellen Interessenten alle wichtigen Infos komprimiert weiterzugeben.

BEWERBUNG

Zuallererst sollte man sich folgende Fragen stellen: Wofür bin ich qualifiziert, was möchte ich machen und wo bewerbe ich mich? Bei einer Bewerbung hat man 2 Möglichkeiten: entweder bewirbt man sich über eine Recruiting Agency oder direkt bei der zuständigen Abteilung einer Reederei. Die direkte Bewerbung hat allerdings erfahrungsgemäß einen kleinen Haken: Bewerbungsschreiben und -unterlagen müssen genau und vollständig ausgefüllt sein, ansonsten kann es passieren, dass das Ansuchen im Papierkorb landet. Auf der anderen Seite weiß die „Human Ressources“ Abteilung einer Cruise Line am besten, welche Jobs benötigt werden und ob man eine Chance hat, Vermittlungsbüros hinken hier ab und zu hinterher. Und ob eine Recruiting Agency zum Kreis der seriösen Anbieter zählt, kann man natürlich nicht immer zweifelsfrei sagen. Es ist auf alle Fälle zu empfehlen, auf folgende Anhaltspunkte zu achten: Seriöse Recruiter verschicken keine kostenpflichtigen Informationsunterlagen. Einen Vertrag bekommt man immer, bevor man auf das Schiff geht, nicht erst an Bord. Und: Alle Reisekosten zum Schiff und zurück nach Hause werden von der Reederei übernommen.

ein riesiger, bunter Funpark an Deck eines Schiffs Finden Sie also heraus, wo Sie sich bewerben, welche Jobs angeboten werden und welche Arbeit Sie machen möchten. Einige Jobs sind wirklich lustig, andere sind sehr zeitintensiv. Einige werden besser bezahlt als andere. Perfekte Planung ist der erste Schritt zum Erfolg wenn man vorhat, für einige Monate oder Jahre sein gesamtes Leben zu verändern.
Die grundlegenden Bedingungen für jeden Bewerber, die so genannten K.O. Kriterien oder „die 4A´s“, wie sie im Fachjargon auch heißen, beinhalten: Alter, Ausbildung, (sich) ausdrücken können – auch in Englisch, und Aussehen! Dies gilt allerdings nur für Jobs im Service und in der Unterhaltung, für andere Jobs sind allein Qualifikation und Alter ausschlaggebend, für einige Stellen braucht man nicht mehr als den Willen zu harter Arbeit und Flexibilität. Als Faustregel für die schriftliche Bewerbung gelten vollständige Unterlagen und ein lückenloser Lebenslauf. Es empfiehlt sich auch, alle Unterlagen von einem professionellen Unternehmen ins Englische übersetzen zu lassen. Unbedingt notwendig ist des Weiteren ein gutes, aktuelles Foto.
Zum Verdienst wird an dieser Stelle nichts gesagt, darüber kann man sich bei einer seriösen Recruiting Agency oder direkt bei einer Reederei informieren, ebenso im Internet bei privaten Homepages.

ein Schiffsdeck aus der Vogelperspektive Eigentlich gibt es für fast jede(n) Interessierte(n) Arbeit auf einem Cruiser. Vergleichbar mit einer schwimmenden Stadt, werden auf einem Kreuzfahrtschiff verschiedenste Jobs und Spezialisten benötigt. Für einige Anstellungen werden hoch spezialisierte Leute gesucht, für andere Arbeiten braucht man fast keine Qualifikationen. Verglichen mit anderen Sparten haben Cruise Lines eine relativ hohe Rate beim Angestelltenwechsel – ein Resultat davon ist, dass permanent Leute gesucht und eingestellt werden.
In unserer Serie „Cruise Lines“ wurden schon viele interessante Themen behandelt, im Folgenden soll ein kleiner Rück- und Überblick die wichtigsten Tipps und Tricks für Jobs auf Kreuzfahrtschiffen zusammenfassen, um damit dem potentiellen Interessenten alle wichtigen Infos komprimiert weiterzugeben.

BEWERBUNG

Zuallererst sollte man sich folgende Fragen stellen: Wofür bin ich qualifiziert, was möchte ich machen und wo bewerbe ich mich? Bei einer Bewerbung hat man 2 Möglichkeiten: entweder bewirbt man sich über eine Recruiting Agency oder direkt bei der zuständigen Abteilung einer Reederei. Die direkte Bewerbung hat allerdings erfahrungsgemäß einen kleinen Haken: Bewerbungsschreiben und -unterlagen müssen genau und vollständig ausgefüllt sein, ansonsten kann es passieren, dass das Ansuchen im Papierkorb landet. Auf der anderen Seite weiß die „Human Ressources“ Abteilung einer Cruise Line am besten, welche Jobs benötigt werden und ob man eine Chance hat, Vermittlungsbüros hinken hier ab und zu hinterher. Und ob eine Recruiting Agency zum Kreis der seriösen Anbieter zählt, kann man natürlich nicht immer zweifelsfrei sagen. Es ist auf alle Fälle zu empfehlen, auf folgende Anhaltspunkte zu achten: Seriöse Recruiter verschicken keine kostenpflichtigen Informationsunterlagen. Einen Vertrag bekommt man immer, bevor man auf das Schiff geht, nicht erst an Bord. Und: Alle Reisekosten zum Schiff und zurück nach Hause werden von der Reederei übernommen.

Sonnendeck inklusive Kinderaquapark eines Kreuzfahrtschiffes Finden Sie also heraus, wo Sie sich bewerben, welche Jobs angeboten werden und welche Arbeit Sie machen möchten. Einige Jobs sind wirklich lustig, andere sind sehr zeitintensiv. Einige werden besser bezahlt als andere. Perfekte Planung ist der erste Schritt zum Erfolg wenn man vorhat, für einige Monate oder Jahre sein gesamtes Leben zu verändern.
Die grundlegenden Bedingungen für jeden Bewerber, die so genannten K.O. Kriterien oder „die 4A´s“, wie sie im Fachjargon auch heißen, beinhalten: Alter, Ausbildung, (sich) ausdrücken können – auch in Englisch, und Aussehen! Dies gilt allerdings nur für Jobs im Service und in der Unterhaltung, für andere Jobs sind allein Qualifikation und Alter ausschlaggebend, für einige Stellen braucht man nicht mehr als den Willen zu harter Arbeit und Flexibilität. Als Faustregel für die schriftliche Bewerbung gelten vollständige Unterlagen und ein lückenloser Lebenslauf. Es empfiehlt sich auch, alle Unterlagen von einem professionellen Unternehmen ins Englische übersetzen zu lassen. Unbedingt notwendig ist des Weiteren ein gutes, aktuelles Foto.
Zum Verdienst wird an dieser Stelle nichts gesagt, darüber kann man sich bei einer seriösen Recruiting Agency oder direkt bei einer Reederei informieren, ebenso im Internet bei privaten Homepages.
Der Restaurantbereich eines Passagierschiffes in der Dämmerung

LEBEN AN BOARD

Die Mannschaft ebenso wie die Passagiere auf einem Kreuzfahrtsschiff ist größtenteils multinational, dementsprechend sind gute Sprachkenntnisse unbedingt Voraussetzung. Die Arbeitszeit beträgt meist 12 bis 16 Stunden, 7 Tage die Woche – die spärliche Freizeit wird zum Schlafen genutzt, manchmal für einen kurzen Landausflug. Jedes Besatzungsmitglied hat außer seiner eigentlichen Arbeit noch 2 bis 3 zusätzliche Aufgaben, des Weiteren gibt es Lehrgänge, Drills zur Sicherheit der Gäste und des Personals. Das luxuriöse Reich der Passagiere ist für Besatzungsmitglieder tabu, ausgenommen natürlich die Arbeit erfordert es. Auch privater Kontakt mit den Gästen ist zu unterlassen, ansonsten droht einem die Kündigung. Während die Gäste aber allen Komfort an Bord genießen, bleibt einem selbst das Crew-Deck, ein Sonnendeck für die Angestellten, oder man versucht ein paar Stunden an Land zu kommen. Erst am Abend öffnet die Crew-Bar: Da LEBT man zusammen, trinkt, unterhält sich, lacht und pflegt seine sozialen Kontakte. Da fühlt man sich plötzlich wie eine „Großfamilie“. Keinesfalls sollte man vergessen, dass das enge Zusammenleben an Bord zu Konflikten führen kann: Auf dem Schiff muss man sich zusammenraufen und um ein gutes Arbeitsverhältnis bis zum Ablaufen des Vertrages bemühen, denn man ist örtlich beschränkt. Obwohl Probleme vorprogrammiert sind, entstehen auch Freundschaften, manchmal sogar für ein ganzes Leben. Bei wirklich ernsten Schwierigkeiten ist es immer am besten, man wendet sich direkt an einen Vorgesetzten.
Durch die stadtähnliche Organisation gibt es natürlich auch Gesetze an Bord: Diese sind auf See um vieles schärfer als an Land – bei Diebstahl, Drogenkonsum oder schlechter Behandlung der Gäste wird man prompt entlassen, bei Alkoholmissbrauch, Unsauberkeit oder Respektlosigkeit gegenüber Vorgesetzten erfolgt eine scharfe Verwarnung.
eine französische Kulisse on Board, Bistrotische

INTERESSANTES…

1.
Steuern und Versicherung: Sind von Herkunftsland und Cruise Line abhängig. Die Thematik ist sehr komplex, mit fachlicher Unterstützung über – z.B. eines Steuer- bzw. Versicherungsberaters oder kompetenten Mitarbeiters einer Kreuzfahrtgesellschaft – gut zu bewältigen. Eines sollte man allerdings nicht: das Thema ignorieren und hoffen, dass die Steuerbehörden nichts herausfinden oder dass man an Bord nicht krank wird.
2.
Seetauglichkeitsuntersuchung: Diese Untersuchung ist eigentlich nur eine simple allgemeinärztliche Untersuchung (wobei auch bestimmte Laborwerte ermittelt werden). Nichts Kompliziertes und nichts, was einen beunruhigen müsste.
3.
Pass: Man braucht einen Pass, der zum Zeitpunkt der Disembarkation (wenn man das Schiff nach Ende des Vertrages verlässt) noch mindestens 6 Monate gültig sein muss.
4.
Impfungen: Je nach Fahrtgebiet empfehlen sich bestimmte Impfungen bzw. sind Impfungen sogar vorgeschrieben. Ob Impfungen für den Vertrag notwendig sind, weiß die Reederei. Zu beachten ist grundsätzlich, dass Impfungen mehrere Wochen Zeit brauchen.
5.
Reisegepäckversicherung: Wer teure Kameras oder Videokameras mitnimmt, kann den Abschluss einer speziellen Versicherung in Erwägung ziehen. Diese Versicherungen sind, wenn sie weltweit gelten sollen, nicht billig.
6.
Kontakt halten: Wer zur See fährt, hinterlässt immer Menschen zuhause, mit denen er kommunizieren möchte. Verschiedene Wege stehen offen: Man kann eigentlich auf allen Schiffen Briefe erhalten und versenden. Das Porto zahlt die Reederei. Weiters hat man eigentlich auf jedem Schiff die Möglichkeit, über E-Mail zu kommunizieren. Will man telefonieren, so ist es im exotischeren Ausland oft am billigsten und einfachsten sich vor Ort in den Häfen sog. „Calling Cards“ zu besorgen. Auf das eigene Mobiltelefon sollte man möglichst verzichten um Kosten zu sparen.
7.
Visum für die USA: Wer in einem Hafen der Vereinigten Staaten an Bord geht, oder im Lauf seines Vertrages einen Hafen der USA anläuft, braucht ein spezielles Visum (C1/D). Es berechtigt – schlicht gesprochen – zum Betreten des amerikanischen Bodens, während man sich auf einem Schiff aufhält, oder dazu, in die USA einzureisen um an Bord seines Schiffes zu gehen. Wer mit C1/D Visum in die USA einreist, sollte am besten eine Kopie seines Anstellungsvertrages griffbereit im Handgepäck haben. Die Immigration will den auf jeden Fall sehen.
8.
Seemannsbuch: Das Seemannsbuch wird in der Regel von der Reederei geführt (und bei der ersten Anstellung beantragt). Es wird von dem Land ausgestellt, in dem das Schiff registriert ist, zu späteren Verträgen muss man es wieder mitbringen.
9.
Weltweit bezahlen: Auf dem Schiff lebt man quasi mittellos. Alles an Bord ist ja frei oder kann mit der Crewcard bezahlt werden. Wer allerdings nach draußen will, braucht Bargeld. Das muss man sich beim Crew Purser auszahlen lassen. Diese Auszahlungen sind aber meistens nur zweimal im Monat, daher sollte man für alle (Not)Fälle eine Kreditkarte ins Auge fassen. Für den Hinreisetag zum Schiff sollte man auf jeden Fall daran denken, eine kleine Reserve Bargeld (im Zweifelsfall Dollar) mitzunehmen.
10.
Kofferpacken: Bleibt natürlich jedem selbst überlassen, allerdings sollte man einige Grundregeln beachten: Utensilien wie Ladegeräte, Musik oder Kameras, aber auch genügend schwarze Socken, Hausschuhe, einen kleinen Rucksack oder Sonnen- und Mückenschutz sollte man bereits mitbringen, ansonsten gilt: Weniger ist mehr, viele Dinge kann man unterwegs kaufen!
Kinderparadies auf deck eines Schiffes

… UND „FRAGLICHES“

1.
Glauben Sie niemals Recruiter, die mit „kein Risiko“ werben und Ihnen kostenpflichtige Informationsbroschüren anbieten – das ist unseriös.
2.
Schicken Sie keine E-Mails an Cruise Lines, in denen Sie um Informationen bitten.
3
Schicken Sie Ihre Bewerbung nicht per E-Mail sondern per Post. Dies sieht – trotz aller elektronischen Medien – seriöser aus.
4.
Kaufen sie kein „offizielles Berwerbungsformular“ – so etwas gibt es nicht.
5.
Kaufen Sie keine Listen, in denen freie Jobs angeboten werden. Durch die große Fluktuation am Cruise-Sektor sind solche Joblisten keinesfalls aktuell.
6.
Glauben Sie niemals Werbern, die die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff als „große Party“ mit „viel Freizeit“ anpreisen: Das Gegenteil ist eher der Fall.
7.
Verträge werden niemals an Bord unterschrieben sondern vorab – Recruiter die Ihnen so etwas einreden, sind unseriös.
8.
Nachfolgend noch eine kuriose Ansammlung von Dingen, die an Bord absolut verboten sind: Füttern von wild lebenden Tieren; unbefugte Personen an Board; Fischen vom Schiff aus; Spucken verboten; Verletzung der Kabinen-Regeln verboten; Schlafen während des Dienstes verboten; Drogen, Waffen oder sonstiges Gefahrengut verboten; im Falle von Seekrankheit muss eine Bestätigung des Boardarztes vorliegen; Über-Board-Werfen von sämtlichen Gegenständen verboten….

EINE KLEINE JOB-ORIENTIERUNGSHILFE

Ein Kreuzfahrtschiff ist im Prinzip so etwas wie eine schwimmende Stadt oder ein Hotel. Daher gibt es hier meist jene Jobs, die es auch in einem normalen Hotel gibt, und natürlich alle Jobs, in denen man auf normalen Schiffen arbeiten kann. Als kleine Job-Entscheidungshilfe findet sich nachfolgend eine Übersicht, getrennt nach den wichtigsten Abteilungen. (Es bedeutet also nicht immer zwingend, dass man auf einem Schiff im Service arbeiten muss.)

Brücke / Deck Department
Maschine / Engine Department
Schiffshospital / Medical Department
Hotel Administration
F&B (Food & Beverages)
Housekeeping • Cruise Department
Entertainment / Animation
Casino • Wellness / Beauty & SPA
Bordfotographen / Photographer
Boutique / Gift shop

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