Fukagawa, Berlin: Ramen auf hohem Niveau
Wer jetzt aber an die Suppenpäckchen aus dem Supermarkt denkt, war wohl noch nicht im Fukagawa. Dort bilden sie nämlich die Basis für ein erfrischend neues Fine-Dining-Konzept. Hinter der Idee stehen Leonardo Donati und Sabrina Schulz. 2025 startete das Paar mit Fukagawa Ramen in Kreuzberg, kurz darauf folgte Prenzlauer Berg. Beim neuen Restaurant, eröffnet im Januar 2026 in den ehemaligen Räumen des benachbarten Tante Fichte, zeigen sie, dass man Ramen auch in die Fine-Dining-Welt übersetzen kann. Schulz verantwortet Look & Feel, Donati den kulinarisch-kreativen Part. Küchenchef Felix Thoms (unter anderem Alt Luxemburg, Bob & Thoms) liefert ab mit handwerklicher Präzision und französischem Einschlag. An seiner Seite kocht Markus Suntinger, zuletzt im CODA und im Bonvivant Cocktail Bistro.
Das Acht- oder Neun-Gänge-Menü wird in omnivor oder vegetarisch angeboten, 162 Euro pro Person. Zum Start gibt es einen Ramen-Shot und eine mit Brühe gefüllte Praline. Danach kann Tonkotsu zur samtigen Reduktion werden, Tare zur feinen Kante am Jakobsmuschelgang. Im Hauptgang landet Wagyu aus Kagoshima als Rib-Eye auf dem Binchotan-Kohlegrill. Und auch bei den Desserts setzt sich die Fusion aus Haute Cuisine und Nihon Ryo-ri fort: Crème Brulée trifft auf Togarashi-Gewürze, Flugmangocreme macht den Abschluss. Als Begleitung kann man zwischen Sake und Wein wählen, letzterer stammt aus dem Keller des ehemaligen Tante-Fichte-Betreibers Michael Köhle.



