Pierre Nierhaus: Fette Sau, New York

Gastro-Experte Pierre Nierhaus über das BBQ-Restaurant Fette Sau in New York.
März 18, 2016 | Text: Pierre Nierhaus | Fotos: Pierre Nierhaus

Fette Sau, New York

Mit Grill und Smoker zum Erfolg

Lange bevor die BBQ-Welle sich global ausbreitete, hat im New Yorker Stadtteil Brooklyn, in Williamsburg, ein hoch authentisches BBQ-Restaurant eröffnet: die Fette Sau. So deftig und kräftig wie der Name, so ist auch das Konzept. 
In einem heruntergekommenen Hinterhof haben die Macher mit wenig Mitteln ihr Restaurant zusammengebastelt. Herzstück sind Grill und Smoker, dazu gibt es offenes Craft Beer, American Whisky und einheimische Weine. Das Fleisch stammt von ausgewählten Bio-Landwirten oder Familienbetrieben. Die Crew besteht aus echten Persönlichkeiten, die genau dorthin passen. Die Gäste sitzen an derben Holztischen auf John-Deeres-Traktorsitzen vor rohen Betonwänden und bei gutem Wetter im Garten.

Besuchermagnet für arm und reich

Die Abläufe sind simpel: Die Gäste holen sich ihr Tablett, stellen sich an und bezahlen an einem anderen Counter. Das ist extrem effizient und wirtschaftlich. Zugleich auch konzeptkonform, denn die Verweildauer der Gäste ist kürzer als in einem klassischen Fast-Casual-Betrieb. Alles in der Fetten Sau wirkt und ist ein wenig improvisiert. Hier trifft sich jedermann: von Gourmets aus etablierten Schichten bis zu Studenten und Gästen, die wenig Geld ausgeben und trotzdem gut essen möchten. Sie alle mögen die herzhaften Gerichte, das coole, szenige Ambiente ohne Schnickschnack.

Unkonventioneller Name

Als die Fette Sau eröffnete, sorgte sie für Aufsehen. Damals beherrschten Ketten und BBQ-Restaurants im Texaslook den Markt. Bis heute sind die Macher der Fetten Sau ihrem Konzept treu geblieben und gelten als Trendsetter für amerikanisches BBQ in urbanem Umfeld. Wie der Name Fette Sau zeigt, wird in den USA gerne ein deutscher Begriff verwendet, wenn er den Kern punktgenau trifft.
Ein zum Zeitpunkt seiner Gründung außerordentlich mutiges Konzept, das durch seine hohe Qualität rasch zur Pilgerstätte geworden ist.

Erfolgsfaktoren

  • Produktorientiert: BBQ steht im Mittelpunkt
  • Sehr authentisch und unverkrampft
  • Effiziente Abläufe, hohe Wirtschaftlichkeit durch konzeptbedingte Vorproduktion
  • Mut zu ungewöhnlichem deutschen (!) Namen in New York

Pierre Nierhaus

Er ist der Innovations- und Veränderungsspezialist für die Hospitality-Industrie und Dienstleistungsbranche mit langjähriger Erfahrung als Gastronomieunternehmer, Trendexperte und Konzeptberater. Regelmäßig veranstaltet er Trendtouren für Hospitality-Profis.
Die nächste Gastroexpedition: Gastroexpedition nach London | 03. bis  05. 06. 2016  
www.nierhaus.com 

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