Deutschlands Gastronomie bleibt weiterhin geschlossen

In Restaurants könne man laut Bundeskanzlerin Merkel die Kontakteinschränkungen kaum einhalten oder überprüfen.
April 15, 2020

 

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Im Kampf gegen das Coronavirus bleiben Gastronomiebetriebe in Deutschland vorerst weiter geschlossen.

Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Das geht aus einem Beschluss von Bund und Ländern vom Mittwoch hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

 

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Im Kampf gegen das Coronavirus bleiben Gastronomiebetriebe in Deutschland vorerst weiter geschlossen.

Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Das geht aus einem Beschluss von Bund und Ländern vom Mittwoch hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Geschlossen haben weiter auch Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen sowie Theater, Opern und Konzerthäuser.

In Restaurants könne man laut Merkel die Kontakteinschränkungen kaum einhalten oder überprüfen. Das würde die aktuellen Maßnahmen durcheinander bringen. Daher stand die Wiederöffnung der Gastronomie nicht auf der heutigen Tagesordnung. Es wäre spekulativ, sich zu einer Lockerung zu äußern.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte dazu, es komme darauf an, unkontrollierte Situationen zu unterbinden. Die Menschen haben sich laut Söder bisher sehr gut daran gehalten.

Er verstehe, dass man gerne ins Restaurant oder in den Biergarten gehen wolle. Dort sei etwa das Tragen eines Mundschutz allerdings schwierig, „vor allem wenn man dort dann ein Glas Bier oder Wein“ konsumiere. Deshalb wurde die Öffnung der Gastronomie nach hinten verschoben.

Am 30. April wollen Merkel und die Länderchefs dann über das weitere Vorgehen nach dem Stichtag 3. Mai beraten.

Die weiteren Beschlüsse, die Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel heute gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der einzelnen Länder fällte, könnt ihr hier nachlesen.

DEHOGA: „Wir haben keinen Fahrplan und damit auch keine Perspektive für unsere Unternehmen“

Der Gastronomie-Verband DEHOGA hat mit Enttäuschung und Unverständnis auf die Bund-Länder-Absprachen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise reagiert.

„Wir waren darauf ausgerichtet, vom 20. April an Restaurants und Gaststätten unter strikten Auflagen wieder schrittweise zu öffnen“, sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz am Mittwoch. Nun gelte das strikte Kontaktverbot einschließlich der Restaurantschließungen weiter bis Anfang Mai und es sei nicht klar, wie es danach weitergehen solle.

„Wir haben keinen Fahrplan und damit auch keine Perspektive für unsere Unternehmen“, beklagte Schwarz unter Hinweis auf die bisherigen Einnahmenausfälle und die für viele Betreiber inzwischen prekäre finanzielle Lage. Einer Verbandsumfrage zufolge hatten im Nordosten neun von zehn Unternehmen der Hotellerie und Gastronomie staatliche Soforthilfen beantragt.

Zwar sei das Streben nach bundesweit einheitlichen Regeln nachvollziehbar, sagte Schwarz. Doch müssten nach seiner Meinung die von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlichen Infektionsquoten berücksichtigt werden. „Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten Infizierten und sind als Tourismusland auf viele Gäste eingestellt“, erklärte Schwarz. Die geforderten Sicherheitsabstände zwischen den Gästen könnten in vielen Betrieben eingehalten werden.

Bürger sollen weiter auf private Reisen verzichten

Außerdem heute beschlossen: Im Kampf gegen das Coronavirus sollen die Bürger in Deutschland auch weiter auf private Reisen und Besuche auch von Verwandten verzichten – sowie auf überregionale tagestouristische Ausflüge.

Ziel sei es, eine weiträumige Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern, heißt es. Die weltweite Reisewarnung werde aufrechterhalten. Übernachtungsangebote im Inland sollten weiterhin nur für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

Die Reise- und Tourismuswirtschaft gehört zu den Branchen, die in der Corona-Krise am härtesten betroffen ist.

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