Spürbarer Aufwind in Österreichs Tourismusbranche

Aktuelle Statistik: Ein Plus von 66 Prozent mehr freier Stellen in Österreichs Gastronomie und Hotellerie.
November 13, 2015

ROLLING PIN präsentiert im Grand Hotel Wien bei einer Pressekonferenz die aktuelle Statistik zur Job-Entwicklung in Österreichs Gastronomie und Hotellerie, die einen deutlichen Aufschwung bei den freien Stellen zeigt.

Aufatmen in der österreichischen Tourismusbranche: Wie ROLLING PIN nun ermittelt hat, dürfte die Krise in Österreichs Gastronomie und Hotellerie überwunden sein. „Im Vergleich zum Vorjahr und sogar zu 2008 zeigt sich im ersten Quartal ein starker Aufwärtstrend, was die freien Stellen in dieser Branche betrifft”, sagt Harald Koch, Herausgeber des ROLLING PIN. Das bedeutet im Wesentlichen, dass Österreichs Tourismus-Unternehmer einer starken Frühjahrs- und Sommersaison entgegenblicken und ihr Personal dementsprechend aufrüsten. „Man ist wieder bereit zu investieren”, so Koch.
Die freien Stellen im im jeweils ersten Quartal in den Jahren 2008 bis 2010 im Vergleich.
„Wir sehen das als eine äußerst erfreuliche Meldung, die vor allem auch Auswirkungen auf Österreichs Wirtschaft haben wird”, erklärt Koch weiter. Der Tourismus zählt in Österreich zu den wesentlichsten Wirtschaftszweigen. 2009 nahm die Branche laut Österreich Werbung 21,89 Milliarden Euro ein. Beherbergungsbetriebe und Gaststätten im Speziellen haben nach Daten der Statistik Austria im vergangenen Jahr 11,38 Milliarden Euro erwirtschaftet, was 4,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betrifft. Im Vergleich zu 2008 sanken diese Einnahmen vor allem durch die Wirtschaftskrise jedoch um 3,2 Prozent.

„Unsere Zahlen belegen den klaren Aufwärtstrend. Allein im ersten Quartal 2010 stieg die Anzahl der zu besetzenden Jobs um 28 Prozent auf insgesamt 6976 freie Stellen”, so Koch. Die Vergleiche der Monate Februar und März 2010 mit den Monaten des Vorjahres sprechen eine noch deutlichere Sprache: plus 11 Prozent mehr freie Stellen im Februar, plus 66 Prozent im März.

Das Zahlenmaterial stammt aus den inserierten Stellen des Karrieremagazins ROLLING PIN sowie des Jobportals www.rollingpin.eu. ROLLING PIN gilt in der Branche der Gastronomie und Hotellerie als führendes Karriere- und Fachmagazin.

Auch Toni Mörwald, Unternehmer, Haubenkoch und Präsident der Besten Österreichischen Gastlichkeit (BÖG), streicht vor allem den positiven Trend auf die österreichischen Gastronomiebetriebe heraus. „Die Entwicklung zeigt, dass auch hier die Anzahl der Gäste wieder kräftig anzieht. Wir sehen, dass es richtig war, verstärkt auf regionale Produkte zu setzen – sowohl heimische als auch internationale Gäste wissen das zu schätzen.”

Das Arbeitsmarktservice (AMS) Österreich bestätigt die aktuellen Entwicklungen. „Die Arbeitskräftenachfrage im Tourismus hat sich im 1. Quartal 2010 deutlich verbessert. Berufe aus dem Bereich Gastgewerbe und Hotellerie sind unter den Top-10, das bedeutet, in dieser Branche gibt es die größte Nachfrage an Arbeitskräften”, betont Marius Wilk, Experte des AMS Österreich.

So gab es im ersten Quartal die meisten freien Stellen für Kellner/innen (gesamt 7440), gefolgt von den Stellen für Gaststättenköchen/innen (gesamt 4667) und auf Platz sieben waren die Stellen für Kochgehilf/innen (gesamt 2905). „Diese verstärkte Arbeitskräftenachfrage hat bewirkt, dass die Arbeitslosigkeit im Bereich Gastgewerbe und Hotellerie nicht mehr weiter ansteigt. Gleichzeitig wird auch eine gute fachliche Ausbildung immer wichtiger. Daher fördert das AMS bereits seit Jahren die Fachkräfteausbildung in dieser Branche”, so Wilk.

Über ein regionales Qualifizierungsprogramm bildet das AMS derzeit knapp 1000 Personen in ganz Österreich zu speziellen Fachkräften in Gastronomie und Hotellerieberufen aus. Der Großteil der Schulungen wird in den Tourismusregionen Salzburg
(23 %), Niederösterreich (21 %), Steiermark (18 %), Tirol (13 %) und Wien (12 %) abgehalten. „Im Rahmen dieser Schulungen werden zum Beispiel in Wien Facharbeiterintensivausbildungen für Köchinnen und Köche oder in der Steiermark Ausbildungen für Restaurantfachkräfte veranstaltet”, erklärt Wilk.

„Der Aufschwung in der Hotelbranche ist nach den Herausforderungen im letzten Jahr wirklich spürbar”, sagt auch Carl-Peter Echtermeijer, Assistant General Manager des Grand Hotel Wien und des Hotel The Ring. „Das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Jobsituation aus. Unser Personalstand ist generell seit 2005 um 10 Prozent gestiegen und auch derzeit suchen wir noch weitere MitarbeiterInnen in den verschiedensten Bereichen. Gerade in der Hotellerie und in großen 5-Sterne-Häusern, wie den unseren, sind die beruflichen Möglichkeiten ja sehr vielseitig – alleine im Grand Hotel Wien sind MitarbeiterInnen aus 90 verschiedenen Berufen tätig.”

Die freien Stellen im Monatsvergleich der Jahre 2008 bis 2010.
Die freien Stellen im Monatsvergleich der Jahre 2008 bis 2010.

Fotos: Werner Krug

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