Success Hotel Management beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

Die Hotelgesellschaft Success Hotel Management hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung beantragt. Die 25 Hotels der Gruppe bleiben geöffnet, Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
Jänner 20, 2022 | Fotos: beigestellt

Die Hotelgesellschaft Success Hotel Management GmbH (SMH) mit Sitz in Stuttgart hat beim Amtsgericht Stuttgart ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, das am 10. Jänner angeordnet wurde. Der Schritt sei aufgrund der vierten Corona-Welle und einer verzögerten Auszahlung von Corona-Hilfen erforderlich gewesen.

Derzeit betreibt SMH 25 Hotels mit über 2.500 Zimmern in Deutschland und Österreich. Die Hotels bleiben geöffnet, heißt es in einer Aussendung der Gruppe, die langjähriger Partner von Accor, Hilton, InterContinental und der Radisson Hotel Group ist. Weitere 13 Hotelprojekte sind in Planung.

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Die Success Hotel Group hat Sanierung in Eigenverwaltung aufgrund von verspäteten Corona-Hilfszahlungen beantragt

Die Hotelgesellschaft Success Hotel Management GmbH (SMH) mit Sitz in Stuttgart hat beim Amtsgericht Stuttgart ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, das am 10. Jänner angeordnet wurde. Der Schritt sei aufgrund der vierten Corona-Welle und einer verzögerten Auszahlung von Corona-Hilfen erforderlich gewesen.

Derzeit betreibt SMH 25 Hotels mit über 2.500 Zimmern in Deutschland und Österreich. Die Hotels bleiben geöffnet, und können wie gewohnt besucht werden, heißt es in einer Aussendung der Gruppe, die langjähriger Partner von Accor, Hilton, InterContinental und der Radisson Hotel Group ist. Auch die 630 Mitarbeiter bleiben an Bord. Weitere 13 Hotelprojekte sind in Planung.

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Die Success Hotel Group hat Sanierung in Eigenverwaltung aufgrund von verspäteten Corona-Hilfszahlungen beantragt

In den Jahren 2020 und 2021 erhielt die SHM Hilfen in Höhen von 16 Millionen Euro. Seitere Staatshilfen im Umfang von 5,3 Millionen standen zum Jahresende noch aus. Die Geschäftsführer Michael Friedrich und Stephan Kienle geben gegenüber dem Portal Hospitalityinside den langsamen bürokratischen Prozessen die Schuld dafür.

Unverständliche Einstufung als Insolvenzgefährdet

In einer Münchner Bank fand SHM einen Partner, der bereit war, die erwartete Summe vom Staat vorzufinanzieren. 4,4 Millionen Euro wurden genehmigt. Dass die Kreditrückzahlung ausfallen würde, hielten die Manager für unwahrscheinlich.

Dennoch sei kurz vor Weihnachten die Nachricht von der Bank gekommen, dass das Unternehmen seitens der KfW als insolvenzgefährdet einzustufen sei. “Und das verstehen wir bis heute nicht, da wir Tilgung und Zinsen konsequent bezahlt haben und im Sommer und Herbst 2021 schwarze Zahlen geschrieben haben”, so Friedrich. Ausschlaggebend für die Einstufung sei vermutlich gewesen, dass die SHM zur Hotel-Branche gehört.

Friedrich zeigt sich für die Zukunft zuversichtlich: “Wir erhalten eine Chance, unser Unternehmen neu aufzustellen. Unser Ziel ist es, die operative sowie finanzielle Sanierung der SHM nachhaltig und zügig umzusetzen und die Arbeitsplätze zu erhalten.”

Menold Bezler berät das Unternehmen bei sämtlichen Rechtsfragen und stellt während des Verfahrensmit Dr. Sebastian Mielke als CRO ein zusätzliches Mitglied der Geschäftsleitung. Das Gericht bestellte zudem Dr. Philipp Grub von der Kanzlei Grub Brugger zum vorläufigen Sachwalter. Gemeinsam mit der Geschäftsführung wird an einer tragfähigen Lösung für alle Beteiligten gearbeitet.

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