Imagepolitur – Vorteile aus Fehlern

Nutzen Sie Ihr angekratztes Image gezielt als große Chance. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es aufpolieren und in nie gekanntem Glanz erstrahlen.
November 13, 2015

Fotos: Shutterstock, www.personal-branding.com
Imagepolitur - Vorteile aus Fehlern

Man braucht 20 Jahre, um einen guten Ruf aufzubauen, und 5 Minuten, um ihn zu zerstören, weiß Börsengenie Warren Buffet. Bei Gerald Angelmahr, Küchenchef im Wiener Korso waren es drei Erbsen auf dem Teller, über die ein Gourmetkritiker herzog. Andere bliesen daraufhin ins selbe Horn. Der Küchenchef sah sich nicht nur mit positiver Kritik in den Medien konfrontiert. Vielmehr wurde darüber gemunkelt, dass die Fußstapfen seines Vorgängers Reinhard Gerer doch etwas zu groß für ihn seien. Wie Angelmahr damit umging? „Ich ließ mich nicht unterkriegen und nahm keinen Richtungswechsel vor“, betont er selbstbewusst. Er ging offen damit um. Und somit perfekt.

Was Warren Buffet über den schnellen Verlust des guten Rufes zum Besten gibt, ist kein Geheimnis. Was allerdings weit weniger Menschen wissen: Niederlagen beinhalten Riesenchancen! Sind Sie oder Ihr Unternehmen bereits öffentlich in Verruf geraten oder schreiben Ihnen die Medien schändliche Unwahrheiten zu, gibt es einen verblüffenden Masterplan: Machen Sie genau daraus kein Geheimnis!

Dafür gibt es gute Gründe: Die Öffentlichkeit wird ohnehin von Ihrem Fehltritt erfahren, denn schlechte Nachrichten verbreiten sich meist wie ein Lauffeuer. Es ist zutiefst menschlich, sich am Elend anderer heimlich zu erfreuen. Das wertet das Selbstbewusstsein auf und lässt die eigenen Fehler verschwindend gering aussehen. Neue Sensationen zu berichten, macht außerdem interessant. Jedes kleine (mögliche) Vergehen von Ihnen wird garantiert entdeckt werden, da Neider niemals schlafen. Kommen Sie genau jenen zuvor, die Ihrem Ruf schaden wollen. Das Vorgehen ist äußert einfach: Sprechen Sie den Stein des Anstoßes an! Irren ist menschlich und damit verzeihbar. Stehen Sie zu Ihren Fehlern, schwingen Sie keine großartigen Verteidigungsreden oder erklären detailliert, wie es genau zu dem Fauxpas kam, sondern richten Sie den Blick nach vorne. Das Erfolgsrezept in den Medien lautet: Nichts steigert den Bekanntheitsgrad nachhaltiger als mehr oder weniger üble Nachrede oder Skandalmeldungen jeglicher Art. Das macht die Umwelt neugierig und stillt ihre Sensationsgier….

Fotos: Shutterstock, www.personal-branding.com
Imagepolitur - Vorteile aus Fehlern

Man braucht 20 Jahre, um einen guten Ruf aufzubauen, und 5 Minuten, um ihn zu zerstören, weiß Börsengenie Warren Buffet. Bei Gerald Angelmahr, Küchenchef im Wiener Korso waren es drei Erbsen auf dem Teller, über die ein Gourmetkritiker herzog. Andere bliesen daraufhin ins selbe Horn. Der Küchenchef sah sich nicht nur mit positiver Kritik in den Medien konfrontiert. Vielmehr wurde darüber gemunkelt, dass die Fußstapfen seines Vorgängers Reinhard Gerer doch etwas zu groß für ihn seien. Wie Angelmahr damit umging? „Ich ließ mich nicht unterkriegen und nahm keinen Richtungswechsel vor“, betont er selbstbewusst. Er ging offen damit um. Und somit perfekt.

Was Warren Buffet über den schnellen Verlust des guten Rufes zum Besten gibt, ist kein Geheimnis. Was allerdings weit weniger Menschen wissen: Niederlagen beinhalten Riesenchancen! Sind Sie oder Ihr Unternehmen bereits öffentlich in Verruf geraten oder schreiben Ihnen die Medien schändliche Unwahrheiten zu, gibt es einen verblüffenden Masterplan: Machen Sie genau daraus kein Geheimnis!

Dafür gibt es gute Gründe: Die Öffentlichkeit wird ohnehin von Ihrem Fehltritt erfahren, denn schlechte Nachrichten verbreiten sich meist wie ein Lauffeuer. Es ist zutiefst menschlich, sich am Elend anderer heimlich zu erfreuen. Das wertet das Selbstbewusstsein auf und lässt die eigenen Fehler verschwindend gering aussehen. Neue Sensationen zu berichten, macht außerdem interessant. Jedes kleine (mögliche) Vergehen von Ihnen wird garantiert entdeckt werden, da Neider niemals schlafen. Kommen Sie genau jenen zuvor, die Ihrem Ruf schaden wollen. Das Vorgehen ist äußert einfach: Sprechen Sie den Stein des Anstoßes an! Irren ist menschlich und damit verzeihbar. Stehen Sie zu Ihren Fehlern, schwingen Sie keine großartigen Verteidigungsreden oder erklären detailliert, wie es genau zu dem Fauxpas kam, sondern richten Sie den Blick nach vorne. Das Erfolgsrezept in den Medien lautet: Nichts steigert den Bekanntheitsgrad nachhaltiger als mehr oder weniger üble Nachrede oder Skandalmeldungen jeglicher Art. Das macht die Umwelt neugierig und stillt ihre Sensationsgier.

„Der Vorteil negativen Rummels liegt klar auf der Hand: Die Öffentlichkeit nimmt Sie vermehrt wahr“, verrät die Arbeitspsychologin Gerlinde Marktl. Für die weniger Bekannten tut sich damit eine …

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>> Tipps zur Verbeugung
Kundenrückmeldungen ernst nehmen.
Das ist das Um und Auf. Die Bedürfnisse der Kunden sind der Mittelpunkt, um den herum Sie Ihre Ideen und Konzepte aufbauen müssen. Regelmäßige Zufriedenheitsanalysen und Feedbackfragebögen helfen dabei, das Angebot zeitgerecht zu verändern, bevor der Ruf darunter leidet.
Personalschulungen veranlassen.
In Gastronomie und Hotellerie ist das Personal weit mehr als nur eine Zwischeninstanz zwischen Produzent und Endverbraucher. Durch eigene Verhaltensschulungen lernen Personalbedienstete optimales Beschwerdemanagement. Kritik der Gäste nicht persönlich, sehr wohl aber ernst zu nehmen, ist das Ziel.

… große Chance auf. Um Imagepolitur zu betreiben, muss es erst einmal ein Image geben. Und allemal besser ein negatives als gar keines. „Nach einem Imageverlust abzuwarten, ist die schlechteste Strategie“, ist Marktl überzeugt. „Sie haben dadurch keine Steuerungsmöglichkeit. Gehen Sie aktiv nach außen, machen Sie einen Neustart mit aktuellen Angeboten und nutzen Sie es aus, viel mehr im Blickpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen als ohne Fehltritt. Darin liegt die große Chance von Negativmeldungen verborgen. Schweigen Sie Fehler nicht tot, sondern machen Sie klar, dass Sie daraus gelernt haben.“

Punkten Sie mit herausragenden Ideen, arbeiten Sie mit einem gewissen Witz an Ihrem Negativimage, indem Sie es sarkastisch kommentieren oder verarbeiten. Haben Sie zum Beispiel zwei Konkurse hinter sich, können Sie durch humorvollen Umgang damit Sympathien stärken. Etwa mit dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“. Oder: „Hier sind wir wieder – mit Angeboten, die fast so billig sind, dass sie uns neuerlich in den Ruin treiben könnten.“ So machen Sie klar, dass Sie den Blick nach vorne gerichtet haben, ohne Vergangenes vertuschen zu wollen. Denn Imagepolitur bedeutet: Sie konzentrieren sich auf das Hier und Jetzt und lernen aus begangenen Fehlern. Was vorher war, ist abgeschlossen und nicht rückgängig zu machen. Signalisieren Sie nicht, dass Sie etwas bereuen, sondern, dass Sie dazugelernt und nichts an Selbstbewusstsein eingebüßt haben.

Richten Sie dabei Ihr Angebot auf Verbesserung aus. Das bedeutet in erster Linie, auf Kundenwünsche einzugehen und Kritik gezielt zu analysieren. Niemals sind Ihre Kritiker präsenter und ehrlicher als in Ihren persönlichen Krisenzeiten. Davon können Sie profitieren: Nehmen Sie speziell jene Negativmeldungen ernst, die sich auf Ihr Service beziehen, um darauf aufbauend bessere Angebote zu schaffen und anschließend gestärkt aufzutreten. So erfährt die Öffentlichkeit am nachhaltigsten von Ihren neuen Konzepten. Ihre Innovationen und Verbesserungen werden niemandem verborgen bleiben! Auch Gerald Angelmahr kann das bestätigen: „Als bemerkt wurde, wie sehr ich mich bemühte, meiner neuen Aufgabe gerecht zu werden, bekam ich positive Rückmeldungen ohne Ende. Und viel Aufmerksamkeit.“

Cristian Gemmato
„Nach groben Krisen kommen viele unerwartet von ganz unten nach ganz oben“
Cristian Gemmato, Markenberater
Gemmato ist Experte in Personal Branding und vielfach mit Preisen wie dem Columbus für Direct Marketing ausgezeichnet. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Gebieten Marken- und Imageberatung.

ROLLING PIN: Wie kann man negatives Image gezielt für die Zukunft nützen?
Cristian Gemmato: Um aus Nachteilen Vorteile zu ziehen, muss man klug vorgehen. Verbindet die Öffentlichkeit etwas mit Ihrem Namen, nutzen Sie die Aufmerksamkeit, indem Sie neugierig auf neue Angebote machen. Sprechen Sie von einem notwendigen Neubeginn und davon, dass Sie sich freuen, positiv zu überraschen.

RP: Wie gelingt Imagepolitur am besten?
Gemmato: Das Geheimrezept lautet: Nur kurz abwarten, bis sich der ärgste Sturm gelegt hat und dann umso aktiver werden. Das ist der Zeitpunkt, an dem Sie wirksamer denn je zur Verbesserung ansetzen können. Es gibt nur eine wirksame Strategie zur Imagepolitur: aktive Veränderung! So werden Ihre Fortschritte deutlich.

RP: Wie sollte man dabei vorgehen?
Gemmato: Entschuldigen Sie sich für Ihre Fehler aufrichtig und beziehen Sie Stellung, danach richten Sie den Fokus auf einen Neustart. Überzeugen Sie Kritiker!

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