Networking – Vitamin B wirkt

Andere machen schneller Karriere, obwohl ihre berufliche Leistung dieselbe wie Ihre ist? Da haben Sie es wohl mit professionellen Netzwerkern zu tun! Werden Sie selbst einer. Wir sagen wie.
November 13, 2015

Fotos: Shutterstock, study & train, beigestellt
Vitamin B Tabletten

>> Netter Worken
1. Nutzenbringer sein
Überlegen Sie gut: Was können Sie besser als andere, was loben andere an Ihnen? Experten-Know-how, PC-Kenntnisse, Rechtschreibwissen – in welchen Bereichen können Sie anderen nützlich sein?

2. System in die Sache bringen
Legen Sie eine Netzwerkdatei an. Listen Sie die Namen aller potenziellen Mitglieder auf (Familie, Freunde, Kollegen, Dienstleister, Händler, Vereine, etc.). Notieren Sie sämtliche Daten (Kontaktdetails, Geburtstage, Infos über den Nutzen).

3. Treffen organisieren
Zeigen Sie Initiative und laden Sie zu einem Netzwerktreffen ein. Dieses kann ein bestimmtes berufliches Thema zum Inhalt haben oder einfach ein geselliges Zusammentreffen sein.

Mehr als ein Drittel aller Stellen wird über die eigenen Mitarbeiter oder persönliche Kontakte besetzt, besagt eine Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Die meisten großen Unternehmen haben diese Möglichkeit erfolgversprechender Bewerbersuche längst aufgegriffen und ein eigenes Programm zum Thema „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ ins Leben gerufen. Für das berufliche Fortkommen steht fest: Es ist das berühmt-berüchtigte Vitamin B(eziehung), das keinesfalls verwerflich ist. Ganz im Gegenteil: Es wirkt immens. Dabei geht es nicht um die unliebsame Vetternwirtschaft, sondern um jene Beziehungen, die erfolgreiche Menschen aufbauen und gezielt nutzen. Networking ist das Gebot der Stunde. Von Vetternwirtschaft kann nur dann die Rede sein, wenn statt der Leistung als Empfehlungskriterium die persönlichen Interessen im Vordergrund stehen. Damit schaden Sie aber langfristig sich selbst. Es geht nicht darum, einer unfähigen Personen Positionen zuzuschanzen, um davon später selbst zu profitieren. Denn mit jeder Empfehlung steht auch Ihr guter Ruf auf dem Spiel.

Gezielte Strategien
Gut ist auf alle Fälle der beraten, der sich zum perfekten Netzwerker entwickelt. Und da ist die Gastronomie und Hotellerie grundsätzlich ein fruchtbares Pflaster, schließlich wird hier vorausgesetzt, dass Sie kommunikativ sind. Seien Sie zudem…

Fotos: Shutterstock, study & train, beigestellt
Vitamin B Tabletten

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1. Nutzenbringer sein
Überlegen Sie gut: Was können Sie besser als andere, was loben andere an Ihnen? Experten-Know-how, PC-Kenntnisse, Rechtschreibwissen – in welchen Bereichen können Sie anderen nützlich sein?

2. System in die Sache bringen
Legen Sie eine Netzwerkdatei an. Listen Sie die Namen aller potenziellen Mitglieder auf (Familie, Freunde, Kollegen, Dienstleister, Händler, Vereine, etc.). Notieren Sie sämtliche Daten (Kontaktdetails, Geburtstage, Infos über den Nutzen).

3. Treffen organisieren
Zeigen Sie Initiative und laden Sie zu einem Netzwerktreffen ein. Dieses kann ein bestimmtes berufliches Thema zum Inhalt haben oder einfach ein geselliges Zusammentreffen sein.

Mehr als ein Drittel aller Stellen wird über die eigenen Mitarbeiter oder persönliche Kontakte besetzt, besagt eine Studie des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Die meisten großen Unternehmen haben diese Möglichkeit erfolgversprechender Bewerbersuche längst aufgegriffen und ein eigenes Programm zum Thema „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ ins Leben gerufen. Für das berufliche Fortkommen steht fest: Es ist das berühmt-berüchtigte Vitamin B(eziehung), das keinesfalls verwerflich ist. Ganz im Gegenteil: Es wirkt immens. Dabei geht es nicht um die unliebsame Vetternwirtschaft, sondern um jene Beziehungen, die erfolgreiche Menschen aufbauen und gezielt nutzen. Networking ist das Gebot der Stunde. Von Vetternwirtschaft kann nur dann die Rede sein, wenn statt der Leistung als Empfehlungskriterium die persönlichen Interessen im Vordergrund stehen. Damit schaden Sie aber langfristig sich selbst. Es geht nicht darum, einer unfähigen Personen Positionen zuzuschanzen, um davon später selbst zu profitieren. Denn mit jeder Empfehlung steht auch Ihr guter Ruf auf dem Spiel.

Gezielte Strategien
Gut ist auf alle Fälle der beraten, der sich zum perfekten Netzwerker entwickelt. Und da ist die Gastronomie und Hotellerie grundsätzlich ein fruchtbares Pflaster, schließlich wird hier vorausgesetzt, dass Sie kommunikativ sind. Seien Sie zudem …

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4. Visitenkarten griffbereit halten
Egal ob Sie gerade shoppen, im Zug unterwegs sind oder bloß einen Spaziergang machen – seien Sie immer vorbereitet, interessante Menschen können Ihnen überall über den Weg laufen.

5. Zu Besprechungen gehen
Hier erhalten Sie offizielle und inoffizielle Informationen. Außerdem werden Sie selbst intensiver wahrgenommen. Wer nicht da ist, wird vergessen.

6. Die Kantine nutzen
Teeküche und Kantine sind ideale Informationsbörsen. Gerade auch für Treffen mit Leuten aus anderen Abteilungen.

7. Sich an Projekten beteiligen
Das bietet nicht nur Möglichkeiten zur Wissenserweiterung, sondern auch viele Gelegenheiten für neue Kontakte.

8. Bei neuen Kontakten nachhaken
Jeden neuen Kontakt außerhalb der Firma sollte man binnen drei Tagen noch einmal kontaktieren – per E-Mail, Brief oder Telefon. Sprechen Sie von baldigem Wiedersehen, gemeinsamen Projekten, etc.

9. Überblick bewahren
Es geht nicht darum, wahllos Kontakte zu maximieren. Gewichten Sie selbige, ziehen Sie einen inneren Kreis. Verschwenden Sie Ihre Energie nicht unnötig.

10. Mit gutem Gewissen empfehlen
Sprechen Sie nie eine Gefälligkeitsempfehlung aus, hinter der Sie nicht stehen.

… hilfsbereit, freundlich, teamfähig, interessiert – und trainieren Sie Ihr Namensgedächtnis. Notieren Sie sich auch vermeintliche Unwichtigkeiten und Details wie Geburtstage, um das Wissen im richtigen Moment gekonnt einzusetzen. Nehmen Sie regelmäßig an Besprechungen teil. Diese sind in einem Unternehmen eine der wichtigsten Netzwerkmöglichkeiten: Sie erhalten offizielle und inoffizielle Informationen. Bedenken Sie: Wer nicht da ist, wird vergessen. Machen Sie durch engagierte Wortmeldungen und Beiträge auf sich aufmerksam. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, wer welche Meinungen vertritt und wo Sie sich gegenseitig unterstützen können. Beteiligen Sie sich an Projekten. Vergessen Sie nicht auf das Vorher und Nachher von Besprechungen – gerade hier geht es um intensive und nützliche Kontaktpflege, oft werden gerade außerhalb der Besprechungstüren neue Weichen gestellt und Insiderwissen wird ausgetauscht. Wenn Sie einmal nicht an einem Meeting teilnehmen können, bitten Sie eine vertraute Person, die Ohren zu spitzen.

Keine Gelegenheit auslassen
Ein prominenter Umschlagplatz für Informationen ist die Kantine oder Teeküche – unterschätzen Sie beiläufige Plaudereien nicht. Gerade an diesen Orten lassen sich hervorragende Kontakte zu Kollegen aus anderen Abteilungen knüpfen. Es geht nicht nur um den Small Talk allein. Üben Sie sich zudem im Beobachten und Zuhören, finden Sie heraus, wer mit wem besonders intensive Kontakte pflegt, wie sich das soziale Netz des Unternehmens definiert. Investieren Sie auch abseits des Arbeitsplatzes in Ihr Netzwerk: Treffen mit Kollegen nach Feierabend, Betriebssport, ein gemeinsames Abteilungsfrühstück bieten sich an. Gliedern Sie sich in bereits bestehende, auch berufsübergreifende, überregionale Netzwerke ein und vergessen Sie nie darauf, anfangs gleich mit Know-how und Nützlichkeit zu punkten. Die goldene Regel lautet: Knüpfe Kontakte, bevor Du sie brauchst.

Gudrun Fey"Wahre Egoisten handeln kooperativ"

Gudrun Fey, Kommunikationstrainerin
Als Rede- und Mediencoach berät Gudrun Fey unter anderem Führungskräfte aus allen Branchen. Bisher hat sie rund 25.000 Menschen geschult. In den 90-er Jahren arbeitete sie als Lead Trainer beim größten amerikanischen Seminaranbieter CareerTrack Inc. Seit 1997 ist Fey geschäftsführende Gesellschafterin der study & train GmbH. Fey schrieb den Berufsratgeber „Kontakte knüpfen und beruflich nutzen – Erfolgreiches Netzwerken“ (Walhalla-Verlag).

RP: Was sind die unschlagbaren Argumente, die für Networking sprechen?
Gudrun Fey: Ein Netzwerk erhöht die Chancen, beruflich weiterzukommen. Das steckt nicht zuletzt auch im Begriff Beförderung. Man braucht andere Menschen, die einen empfehlen und unterstützen. Beim Networking geht es immer um das Prinzip von Geben und Nehmen. Ich sage immer: Wahre Egoisten handeln kooperativ. Studien besagen: 34 Prozent der Stellen werden über Mitarbeiter im Unternehmen und persönliche Kontakte besetzt.

RP: Wie kann man ein Netzwerk systematisch aufbauen und pflegen?
Gudrun Fey: Networking ist nicht nur intern, sondern auch extern gefragt. Dafür sollte man ein klares Ziel vor Augen haben. Arbeitet man beispielsweise in einem Hotel auf Teneriffa, so kann man einen hotelübergreifenden Erfahrungsaustausch unter den deutschsprachigen Kollegen organisieren. Das Ziel kann hier etwa die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sein. Für spanischsprachige Mitarbeiter wäre dagegen ein Austausch insofern interessant, als er auch beinhaltet, wie man mit deutschen Hotelgästen umgeht, worauf sie Wert legen und welche Macken sie haben.

RP: Muss man dabei in Kauf nehmen, dass man anfangs mehr gibt als nimmt?
Gudrun Fey: Networking ist immer eine Investition. Wie bei einer Geldanlage kann alles wunderbar erfolgreich oder aber auch ein Flop sein. Daher sollte man Menschen gezielt auf ihre Netzwerkfähigkeit testen und beobachten, ob etwas zurückkommt. Grundsätzlich darf man nicht sofort berufliche Förderung erwarten und sollte auch nicht zu sehr die Werbetrommel für sich selbst rühren, weil man sich davon etwas verspricht. Man muss Nützliches bieten.

RP: Soll man beim Netzwerken Berufliches mit Privatem vermischen?
Gudrun Fey: Ich bin auf alle Fälle dafür. Egal bei welcher Veranstaltung man sich befindet, man sollte die Visitenkarten immer dabei haben. Aus jeder Situation oder jedem neuen Kontakt könnte sich eine Chance ergeben. Erst kürzlich lernte ich im Zug eine 70-jährige Frau kennen, die zuerst in Bezug auf mein Netzwerk nicht vordergründig interessant war. Sie erzählte mir aber von ihrem Sohn, der Personalleiter eines mittelständischen Unternehmens ist. Und schon war es wieder von Vorteil, die Visitenkarte stets zur Hand zu haben.

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