So führen Sie Ihren BOSS

Drehen Sie den Spieß um: Mitarbeiterführung einmal anders herum.
November 13, 2015

der Boss und etwas weiter im Hintergrund sein Team Niemand ist unfehlbar, der Boss ist auch nur ein Mensch und manchmal bekommt er eben nicht alle Probleme mit, die es zu lösen gilt. Sie als Mitarbeiter in Ihrem Bereich wissen aber Bescheid. Doch was tun, wenn der Vorgesetzte tatsächlich immer wieder völlig falsch liegt oder sich danebenbenimmt? Da sind die Angestellten am Zug, denn hin und wieder muss auch der Chef geführt werden. Ein Streifzug durch die Niederungen des Untergebenseins – und wie man als Angestellter Oberwasser gewinnen kann:

Ihre Anregungen beleidigen ihn? Wenn wir ehrlich sind, passiert uns das allen doch viel zu oft. Der Weg vorbei am (schnell überkochenden) Gemüt des Chefs direkt ins Hirn führt wie beim Ehe- oder Lebensgefährten über die Psychologie: Anregungen in ein dickes Paket Lob einpacken und dieses mittels Ich-Botschaften abliefern: „Das funktioniert ja recht gut so, aber ich frage mich, ob wir nicht noch …“ Und wenn Sie abschließend ein „Wahrscheinlich hatten Sie das ohnehin vor!“ nachsetzen, wird das sein Ziel nicht verfehlen.

Nichts kann ihm recht gemacht werden? Nörgelt er herum, lassen Sie ihn erst einmal reden. Nützen Sie die Zeit, um sich präzise Fragen auszudenken, um herauszufinden, welche Laus ihm gerade über die Leber gelaufen ist – und wie man diese wieder einfangen kann. Je genauer die Analyse gelingt, desto…

ein team von bueroangestellten verblassen im hintergrund waehrend der fokus auf den herren paar meter vor der gruppe gelegt wird Niemand ist unfehlbar, der Boss ist auch nur ein Mensch und manchmal bekommt er eben nicht alle Probleme mit, die es zu lösen gilt. Sie als Mitarbeiter in Ihrem Bereich wissen aber Bescheid. Doch was tun, wenn der Vorgesetzte tatsächlich immer wieder völlig falsch liegt oder sich danebenbenimmt? Da sind die Angestellten am Zug, denn hin und wieder muss auch der Chef geführt werden. Ein Streifzug durch die Niederungen des Untergebenseins – und wie man als Angestellter Oberwasser gewinnen kann:

Ihre Anregungen beleidigen ihn? Wenn wir ehrlich sind, passiert uns das allen doch viel zu oft. Der Weg vorbei am (schnell überkochenden) Gemüt des Chefs direkt ins Hirn führt wie beim Ehe- oder Lebensgefährten über die Psychologie: Anregungen in ein dickes Paket Lob einpacken und dieses mittels Ich-Botschaften abliefern: „Das funktioniert ja recht gut so, aber ich frage mich, ob wir nicht noch …“ Und wenn Sie abschließend ein „Wahrscheinlich hatten Sie das ohnehin vor!“ nachsetzen, wird das sein Ziel nicht verfehlen.

Nichts kann ihm recht gemacht werden? Nörgelt er herum, lassen Sie ihn erst einmal reden. Nützen Sie die Zeit, um sich präzise Fragen auszudenken, um herauszufinden, welche Laus ihm gerade über die Leber gelaufen ist – und wie man diese wieder einfangen kann. Je genauer die Analyse gelingt, desto mehr haben alle Beteiligten davon. Und wenn Sie nicht gleich weiter, wissen, erbitten Sie Bedenkzeit.

Hetzt er Kollegen aufeinander los? Das ist eine beliebte Methode, um sich den Platz an der Sonne abzusichern. Und die leicht zu durchkreuzen ist: Sprechen Sie sich mit den Kollegen ab, schaffen Sie ein Vertrauensverhältnis untereinander, dann wird die Strategie scheitern.

Er steht nicht hinter seinem Team? Wenn er selbst im Kreuzfeuer der eigenen Chefs steht, dann ist es auch für ihn hart. Stärken Sie sein Selbstwertgefühl. Erinnern Sie ihn an gemeinsame herausragende Erfolge, helfen Sie ihm dabei, Entscheidungen zu treffen, Argumente zu finden … Über kurz oder lang wird er sich auf jene Seite schlagen, von der er mehr Rückendeckung bekommt.

Seine Unpünktlichkeit nervt? Sie erscheinen auf die Minute genau bei der Besprechung, er wieder einmal nicht? Lassen Sie Ihre Unterlagen liegen, gehen Sie an Ihren Arbeitsplatz zurück und warten Sie, bis er Sie anruft. Das wirkt, weil er will ja selbst auch nicht auf Sie warten. Sie können ihm aber auch vorrechnen, was es kostet, wenn acht Mitarbeiter sechsmal pro Woche zehn Minuten sinnlos wartend Zeit verplempern: einen ganzen Arbeitstag.

Wenn er sich ärgert, beschimpft er Sie? Nehmen Sie es nicht persönlich, er meint es meistens ja auch nicht so. Begeben Sie sich bloß nicht auf sein Niveau. Bleiben Sie höflich und sachlich, das wird ihn beeindrucken. Versuchen Sie auch hier herauszufinden, was ihn tatsächlich stört und – falls es wirklich Sie betrifft – wie man eine Lösung erreichen kann.

Er will keine Entscheidungen treffen? Wer die Letztverantwortung hat, fürchtet oft, einen bestimmten Weg einzuschlagen. Gerade da ist der Vorgesetzte auf besonnene Mitarbeiter angewiesen. Nützen Sie die Chance, denn oft wissen Sie ja als Profi in Ihrem Gebiet genau, was zu tun ist. Strahlen Sie Sicherheit aus, zählen Sie ihm die Möglichkeiten und die damit verbundenen Vor- und Nachteile auf. Er wird die Unterstützung zu schätzen wissen. Gefahrenpunkte: Stellt sich die Entscheidung hinterher als falsch heraus, könnten Sie zum Buhmann werden. War es die richtige, verkauft er sie nach außen als die seine. Was uns zu den nächsten beiden Punkten bringt:

Er klaut Ihre Ideen? Das eine oder andere Mal ist das ja durchaus in Ordnung. Häuft sich das aber, sollten Sie umschwenken: Formulieren Sie Ihre Vorschläge nur mehr in Anwesenheit mehrerer Kollegen oder Teambesprechungen, verfassen Sie schon zuvor schriftliche Konzepte, die Sie ihm und einem weiteren Verteilerkreis per E-Mail unterbreiten.

Die Schuld an Fehlern schiebt er auf Sie ab? Sichern Sie sich bei Anweisungen schriftlich ab. Schreiben Sie Ihre Bedenken und Argumente gegen seine Anordnung auf und überreichen Sie ihm das Papier vor versammelter Mannschaft.

Mit Lob geizt er mehr als mit dem Lohn? Welcher Chef tut das nicht? Seien Sie sich im Klaren darüber, dass es in der Arbeitswelt schon ein Lob ist, wenn Sie nicht kritisiert werden. Und im zweiten Schritt, auch wenn es komisch klingt: Loben Sie sich selbst, wenn Sie etwas gut gemacht haben. Schließlich sind Sie selbst Ihr schärfster Richter, Ihre höchste Instanz, vor der Sie bestehen müssen. Eine weitere Möglichkeit gibt es aber noch: Loben Sie einmal ihn! Vielleicht revanchiert er sich bei nächster Gelegenheit.

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So verschaffen Sie sich Freiraum

Jeder Mensch hat so seine eigene Art und Weise, Aufgaben zu erledigen und Probleme zu lösen. Nur bekommen Sie nicht immer den Freiraum dafür, Ihren Arbeitsstil anzuwenden. Da hilft nur eines: Zeigen, dass Sie es so am besten können, auch wenn es vielleicht rationellere Wege gäbe, mit denen Sie aber nicht zurechtkommen. Wenn Sie zum Beispiel keinen Terminkalender haben, weil Sie lieber eine Viel-Zettel-Wirtschaft betreiben und dafür kritisiert werden, weisen Sie darauf hin, dass Sie noch keinen Termin verpasst haben und stets pünktlich waren – das ist es schließlich, was zählt.

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