Neues Baby in der Grill-Royal-Familie

Mit dem Kin Dee gehört ein neues Contemporary Thai Restaurant in Berlin Schöneberg zum Portfolio der Grill-Royal-Macher.
April 27, 2017 | Fotos: Freunde von Freunden, Robert Rieger

Aus dem Pop-up wird ein fixes Restaurant

Moritz Estermann, Stephan Landwehr und Boris Radczun haben sich für ihr neustes Restaurant Kin Dee mit dem thailändischen Künstler Rirkrit Tiravanija und Küchenchefin Dalad Kambhu zusammengetan. Was letztes Jahr mit einem zweiwöchigen Pop-up im Dottír begann, wird nun zum Langzeitprojekt in der Lützowstrasse 81.

Das Kin Dee steht für Contemporary Thai Cuisine – serviert werden Gerichte für mehrere Personen zum Teilen. Auf Basis traditioneller Rezepte treffen saisonale und regionale Produkte auf originale Thai-Aromen. Zitronengras, Kaffir-Limette, Wildingwer, Galanga, Curcuma, Koriander oder rotes Chili sind grundlegende Zutaten, die Dalad Kambhu aus Thailand importiert. Die Küchenchefin stellt daraus Pasten nach traditionellen Rezepten her: „Pasten sind für uns Thais wie Käse für die Franzosen. Es gibt unzählige Arten – grün, rot, Massaman, Jungle, burnt Chili. Sie sind die Grundlage für die meisten Gerichte. Wir machen sie alle selber.“

Nach zehn Jahren New York nach Berlin

Das Fleisch im Kin Dee stammt von Biofarmen und der Fisch und die Meeresfrüchte sind nachhaltig gefangen. Nach Möglichkeit ersetzen Kambhu und ihr internationales Küchenteam thailändische Produkte mit regionalen Zutaten aus dem Lieferantennetzwerk der Gastronomen. So entsteht eine moderne Interpretation der Thaiküche, ohne geschmackliche Abstriche: Anstatt Mango wird süßer Apfel eingesetzt, Steckrüben anstelle von asiatischen Süßkartoffeln oder eingelegter Kohlrabi statt Papaya. „Hauptsache, es schmeckt nach Zuhause“ sagt Khambu, die in Bangkok aufgewachsen ist und nach nach zehn Jahren in New York schließlich vor zehn Monaten nach Berlin gezogen ist.

Das Kin Dee befindet sich in den Räumen des ehemaligen Restaurants Edd’s, deren Vorbesitzer Lee und Edd nach rund drei Jahrzehnten in den Ruhestand gehen und nach Thailand zurückkehren. „Aus Respekt haben wir nur kleine Renovierungen und Änderungen vorgenommen, wie Lichter ausgetauscht und einen neuen Bartresen eingebaut“, so Moritz Estermann. Die Wände sind sandfarben, die Farbpalette insgesamt eher gedeckt und unaufgeregt – ganz im Gegensatz zu den bunten Keramiktellern und den farbenfrohen Gerichten. Der thailändische Künstler Rirkrit Tiravanija, für den Esskultur schon immer ein relevanter Gegenstand in seinen Arbeiten darstellte, ist neben kulinarischen Ideen für die gesamte Kunst im Restaurant verantwortlich. Er und Kambhu realisieren mit dem Restaurant ihre Vision eines gemeinsamen, permanenten Projektes.
http://kindeeberlin.com

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