Wo in Europa wieder die Restaurants öffnen

In Frankreich rufen Wirte zum Protest auf, in Polen werden Schlupflöcher ausgenutzt und Italien öffnet trotz hoher Infektionszahlen.
Feber 11, 2021 | Fotos: Shutterstock

Aus mehreren Ländern hört man, dass Menschen sich wieder um Mittagstische sammeln. Aus unterschiedlichen Gründen: Manche tun es, weil sie es wieder dürfen, andere aus Protest. Die Auswirkung der Coronakrise auf die Gastronomie fällt in verschiedenen Ländern unterschiedlich aus. Was aber überall gilt: Restaurants kämpfen um ihre Existenz.

Frankreich: Hunderte Wirte widersetzen sich Sperre

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In Frankreich fällt es der Bevölkerung schwer, sich weiterhin an die Gastro-Schließung zu halten, zumal der Handel ja geöffnet hat

 

Aus mehreren Ländern hört man, dass Menschen sich wieder um Mittagstische sammeln. Aus unterschiedlichen Gründen: Manche tun es, weil sie es wieder dürfen, andere aus Protest. Die Auswirkung der Coronakrise auf die Gastronomie fällt in verschiedenen Ländern unterschiedlich aus. Was aber überall gilt: Restaurants kämpfen um ihre Existenz.

Frankreich: Hunderte Wirte widersetzen sich Sperre

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In Frankreich fällt es der Bevölkerung schwer, sich weiterhin an die Gastro-Schließung zu halten, zumal der Handel ja geöffnet hat

Frankreich ist nach wie vor im Lockdown. Es gelten eine abendliche Ausgangsbeschränkung und die Gastronomie ist seit Oktober geschlossen. Die Infektionszahlen zeichnen kein optimistisches Bild. Schulen und Geschäfte sind aber offen, die Regierung zögert einen weiteren Lockdown hinaus.

Ich brauche den Solidaritätsfonds unbedingt, um über die Runden zu kommen
Philippe Vieira

Chefkoch Philippe Vieira hielt es nicht länger aus: Anfang Februar öffnete er sein Restaurant in Villeurbanne bei Lyon, berichtete Euronews. Seinem Aufruf, dem Öffnungsverbot einen Tag lang zu trotzen, sind etwa 320 Restaurantbetreiber gefolgt. Gäste empfing Vieira letztlich doch nicht, denn der Wirtschaftsminister Brune Le Maire hatte mit der Streichung der monatlichen Hilfsgelder gedroht.

“Unser Minister hat ziemlich deutlich klargemacht, welche Sanktionen drohen. Ich brauche den Solidaritätsfonds unbedingt, um über die Runden zu kommen”, sagte Vieira. Ziel wäre es ohnehin gewesen, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, was ihm ja gelungen sei.


Anfang Februar öffnete Philippe Vieira sein Lokal aus Protest gegen den Lockdown. Gäste traute er sich doch nicht zu bewirten, aber dafür sorgte ein DJ vor dem Lokal für Aufmerksamkeit

Spanien: Öffnung trotz Infektionsgefahr

In Spanien bleiben inzwischen sowohl Geschäfte als auch Restaurants – wenn auch mit starken Einschränkungen – geöffnet. Nur jeder dritte Tisch darf bewirtet werden, und das nur morgens und mittags. Trotz steigender Infektionszahlen treffen sich Menschen mit ihren Freunden zum Essen.

Restaurants zu schließen, könne sich das Land anscheinend nicht leisten, berichtete die Zeit. In Spanien empfing die Gastronomie bisher keine Direkthilfen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Spanien bei über 300. Zum Vergleich: Deutschland will Restaurants erst wieder öffnen, wenn diese Zahl unter 35 sinkt.

Die 7-Tage-Inzidenz nach europäischen Ländern. Quelle: Tableau Coronavirus Tracker

Italien: Ampel auf „Gelb“

Italien: Ausgangssperre bleibt, aber in weiten Teilen des Landes schaltete die Ampel mit Februar auf Gelb. Das heißt, Museen- und Restaurantbesuche sind etwa in Kampanien, der Lombardei und Latium, inklusive Rom, wieder erlaubt. Die Auflagen für Restaurants: Sperrstunde um 18 Uhr und maximal vier Personen pro Tisch.

Zwar sind die Infektionswerte in Italien noch höher als in Deutschland, beim italienischen Corona-Ampelsystem werden aber auch andere Faktoren, wie die Gesamtzahl der Intensivbetten, berücksichtigt. Darum steht die Ampel in keiner Region mehr auf Rot.

Polen: Öffnung unter Vorwänden

Kuriose Schlagzeilen machen Restaurant-Betreiber in Polen. „Otwieramy“ – „Wir öffnen“, heißt es dort von mehreren Wirten und Unternehmern. Um nicht Pleite zu gehen, widersetzen sie sich offen den dortigen Corona-Bestimmungen, die das Servieren von Speisen und Getränken nur im Freien erlauben. Viele Lokale in der Hauptstadt Warschau sind prall gefüllt, wie der Stern berichtete. Auf Nachfragen sei mit Ausreden reagiert worden. Ein Kellner habe etwa behauptet, es werden Bewerbungsgespräche geführt, woanders sei eine angebliche Personalschulung abgehalten worden.

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