Barkeeper Battle: Benjamin Ebenbauer vs. Lorena Böhm

Spitzen-Barkeeper im Streitgespräch über die Fragen, die die Barszene gerade bewegen.
Juni 13, 2024 | Fotos: privat, Adrian Almasan

Was war für Dich der Grund, den Beruf des Barkeepers zu ergreifen?

Ebenbauer: Aus einer Künstler­familie kommend, wurde mir immer mitgegeben, dass man Freude und Erfüllung in seinem Beruf finden soll. Für seine Mitmenschen da zu sein und ihnen Freude zu bereiten, war und ist mir immer ein Vergnügen – daher lag der Wechsel in die Gastronomie nahe und ich habe ihn gewagt.

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Lorena Böhm: Nach dem Biologiestudium vier Jahre Headbartender im „Drilling“ und im „Glockers“ aktiv. Inzwischen Vice-Barchef im Jing Jing Hamburg.
www. jing-jing.de

Was war für Dich der Grund, den Beruf des Barkeepers zu ergreifen?

Ebenbauer: Aus einer Künstler­familie kommend, wurde mir immer mitgegeben, dass man Freude und Erfüllung in seinem Beruf finden soll. Für seine Mitmenschen da zu sein und ihnen Freude zu bereiten, war und ist mir immer ein Vergnügen – daher lag der Wechsel in die Gastronomie nahe und ich habe ihn gewagt.

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Lorena Böhm: Nach dem Biologiestudium vier Jahre Headbartender im „Drilling“ und im „Glockers“ aktiv. Inzwischen Vice-Barchef im Jing Jing Hamburg.
www. jing-jing.de

Böhm: Ich habe während meines gesamten Studiums in Bars und Restaurants gejobbt. Ein Jahr aber habe ich es ohne die Gastronomie verlebt, arbeitete – dem Biologie­studium geschuldet – stattdessen in einem Labor. Ich habe die Gastro so sehr vermisst! Die Entscheidung für diesen Beruf war nach dem Studium daher dann leicht. Heute noch finde ich immer wieder heraus, wie ich ­Situationen, Gemüter und Emotionen meiner Gäste positiv beeinflussen kann. Ein Beruf, der mich erfüllt!

Macht es einen Unterschied, ob eine Barkeeperin oder ein Barkeeper hinter dem Tresen steht?

Ebenbauer: Ich glaube, dass jeder Mensch seine eigenen Stärken und Schwächen mitbringt und dass persönliche Unterschiede weit ausschlaggebender sind als das Geschlecht. Natürlich gibt es gewisse Marker, die sich zwischen den Geschlechtern statistisch gesehen unterscheiden. Da wir allerdings in kleinen Maßstäben und mit Kreativität arbeiten, denke ich nicht, dass spezifische Unterschiede in diesem Zusammenhang relevant sind.

Böhm: Hinter der Bar brauchen wir intellektuelle, emotionale und körperliche Stärken. Menschen mit unterschiedlichen Wesensarten entwickeln verschiedene Lösungsansätze, um den Tresen voranzubringen – unabhängig vom Geschlecht. Die Inspiration kommt im besten Fall aus einer guten Mischung.

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Benjamin Ebenbauer:
Der gelernte Labortechniker startete seine Barkarriere in der Josef Cocktail & Highball Bar. Zur Zeit in der Ruby Bar Kopenhagen tätig.
www.rby.dk

Mit welchen Cocktail-Überraschungen dürfen wir in diesem Sommer rechnen?

Ebenbauer: Ich denke, dass Agaven-Spirituosen, also Tequila und Mescal, und auf jeden Fall Low-ABV-Drinks und alkoholarme Cocktails weiterhin große Schlagworte in der Industrie sind. Dieser Trend wird daher über den Sommer auch in den heimischen Bars erhalten bleiben.

Böhm: Die Trends gehen in Richtung Nachhaltigkeit und alkoholfreie Drinks. Aktuelle Favourites – wie Tequila – sind nicht in Gefahr. Ein nachhaltiger Aperitif-Likör mit einer guten PR-Kampagne könnte aber heuer durchaus einschlagen.

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