Große Verlockungen für kleine Gäste

Family-Business: Übernachten mit Kind und Kegel – so gewinnen Sie das Herz der Kleinen und das Kleingeld der Großen.
November 13, 2015

ein rothaariger kleiner Junge in einem blauen Hemd Wääääääh.“ Nicht ganz die Sprache eines Restaurantkritikers, der sich ein Dreijähriger bemächtigt, wenn er das Beef Tatare im Haubenlokal eines Fünfsternehotels probiert, aber zugespitzt formuliert und auf den Punkt gebracht. Dem Papa des sprichwörtlich kleinen Mannes brennen die Blicke der anderen Gäste auf der Haut, die Körpertemperatur schnellt in gefährliche Höhen. Hüstelnd nähert sich der Chef de Rang. „Jaja, schon klar, kommt nicht wieder vor.“ Völlig erschöpft fallen die meisten Eltern in das Hotelbett, wenn sie mit Kindern Urlaub machen.

Essen auf Rädern
Wie man sich auch der kleinen Gäste annimmt und eine Atmosphäre schafft, die sowohl Gästen als auch Gastgebern behagt, zeigen einige Hotels in Bayern bereits vor. „Wir haben eine eigene Kinderspeisekarte“, erklärt Denise Tuhl vom Holiday Inn München Süd. Schnitzel mit Pommes und Spaghetti bolognese sind für den jungen Gaumen eben doch besser geeignet als die ausgefallenen Kreationen der Spitzengastronomie. Jeden Sonntag gibt es beim Brunch zudem einen Kids-Club, in dem die Kleinsten spielen können, während sich Mama und Papa an Lachs, Prosciutto und Prosecco laben. Damit wäre ein zentraler Punkt in Sachen Kinderfreundlichkeit abgehakt: das Essen. Häuser, die spezielle Menüs anbieten und eigene Kinderecken in ihren Restaurants haben, punkten bei Familien doppelt, zumal diese Frage bei der Buchung mitentscheidend ist. In vielen Hotels wie im Holiday Inn in München fallen bis zum Alter von 12 Jahren keine Kosten an, wenn Sohnemann und Tochterherz mit den Erwachsenen speisen. Auch bei Hilton hält man das so. Zusätzlich sorgt eine Malecke für Unterhaltung, wenn die Großen nach dem Dinner noch einen Espresso zu sich nehmen, während Mamis Lieblinge schon auf dem Sessel wetzen. Im Optimalfall macht man…

ein rothaariges Kind mit Sommersprossen zwinkert in die Linse Wääääääh.“ Nicht ganz die Sprache eines Restaurantkritikers, der sich ein Dreijähriger bemächtigt, wenn er das Beef Tatare im Haubenlokal eines Fünfsternehotels probiert, aber zugespitzt formuliert und auf den Punkt gebracht. Dem Papa des sprichwörtlich kleinen Mannes brennen die Blicke der anderen Gäste auf der Haut, die Körpertemperatur schnellt in gefährliche Höhen. Hüstelnd nähert sich der Chef de Rang. „Jaja, schon klar, kommt nicht wieder vor.“ Völlig erschöpft fallen die meisten Eltern in das Hotelbett, wenn sie mit Kindern Urlaub machen.

Essen auf Rädern
Wie man sich auch der kleinen Gäste annimmt und eine Atmosphäre schafft, die sowohl Gästen als auch Gastgebern behagt, zeigen einige Hotels in Bayern bereits vor. „Wir haben eine eigene Kinderspeisekarte“, erklärt Denise Tuhl vom Holiday Inn München Süd. Schnitzel mit Pommes und Spaghetti bolognese sind für den jungen Gaumen eben doch besser geeignet als die ausgefallenen Kreationen der Spitzengastronomie. Jeden Sonntag gibt es beim Brunch zudem einen Kids-Club, in dem die Kleinsten spielen können, während sich Mama und Papa an Lachs, Prosciutto und Prosecco laben. Damit wäre ein zentraler Punkt in Sachen Kinderfreundlichkeit abgehakt: das Essen. Häuser, die spezielle Menüs anbieten und eigene Kinderecken in ihren Restaurants haben, punkten bei Familien doppelt, zumal diese Frage bei der Buchung mitentscheidend ist. In vielen Hotels wie im Holiday Inn in München fallen bis zum Alter von 12 Jahren keine Kosten an, wenn Sohnemann und Tochterherz mit den Erwachsenen speisen. Auch bei Hilton hält man das so. Zusätzlich sorgt eine Malecke für Unterhaltung, wenn die Großen nach dem Dinner noch einen Espresso zu sich nehmen, während Mamis Lieblinge schon auf dem Sessel wetzen. Im Optimalfall macht man die Nahrungsaufnahme aber zum Erlebnis. Wie etwa im Dampflokzimmer im Allgäuer Berghof in Gunzesried-Ofterschwang. Dort werden Bengeln zu Engeln, wenn die Eisenbahn mit dem Hauptgericht vor der Nase hält.

Schau mir in die Augen, Großer
Mindestens ebenso wichtig wie das Essen ist die Behausung. Zu viert auf 20 Quadratmetern zusammengepfercht „wohnen“? Licht aus, wenn Klein Kuno um 20 Uhr einschläft? Einmal und nie wieder. Zimmer mit getrenntem Wohn- und Schlafbereich sind daher ein Muss. Hilton wie Holiday Inn haben Familienzimmer im Angebot, in denen auch die Sicherheit (Steckdosenschutz usw.) nicht zu kurz kommen darf. Klassenprimus ist auch hier der Allgäuer Berghof. Zusätzlich bietet das ausgesprochene Familienhotel auch Zimmer von 35 bis zu 105 Quadratmetern, mit mehreren getrennten Räumen sowie niedrigeren Waschtischen im Badezimmer an. „Wir haben mehr Kinder- als Erwachsenennächtigungen“, erzählt Juniorchef Christian Neusch nicht ohne Stolz. Seine Eltern haben Anfang der 1980er-Jahre die Nische Familienhotel entdeckt.
Und wie ist der erste Eindruck vor Ort? Wie gewinnt man das Herz der Kinder? Ernst genommen wollen Jungs und Mädchen werden. Ein spezieller Check-in-Schalter hebt das Selbstwertgefühl der Gäste von morgen und versetzt die Familie in eine positive Grundstimmung. Im Hilton Munich Park gibt es ein Treppchen, dass es Kindern ermöglicht, mit dem Rezeptionisten auf Augenhöhe zu kommunizieren, quasi „Schau mir in die Augen, Großer“. „My little Hilton“ nennt sich das und beinhaltet noch einen Teddybärrucksack, der mit Malstiften, Malbuch und einem Schlüsselanhänger gefüllt ist.
Weil Urlaub die Abkehr vom Alltag ist, wollen aber nicht nur die Kleinen unterhalten werden, auch die Großen haben das Recht auf Entspannung abseits von Bobbycar und Sandburg. Babyphon und Babysitter lautet die Lösung der Heimhörerfrage, wie Eltern auch nach dem Sandmännchen einen romantischen Abend verbringen können. Sowohl Holiday Inn als auch Berghof und Hilton haben die beiden großen „B“ im Angebot.

Spaß zu vermieten
Bleibt die Frage, was das Hotel und die Umgebung für die Tagesgestaltung bieten. City-Hotels sind da naturgemäß im Nachteil. Das Hilton Munich Park kann mit dem Englischen Garten in unmittelbarer Nachbarschaft aufwarten. Aber solche Gärten wachsen nicht auf Bäumen und lassen sich schlecht in bestehende Häuserzeilen nachrüsten. Bleibt also eine spielerische Einrichtung. Indoor-Rutschen haben sich an Regentagen bewährt und sind leicht unterzubringen. Ein Spieleverleih an der Rezeption ist ebenfalls keine Hexerei und wirkt der Langeweile nachhaltig entgegen.
Fazit: Das eine oder andere „Wäääääh“ wird selbst das kinderfreundlichste Hotel nicht verhindern können. Den Stressfaktor auf ein für alle Beteiligten erträgliches Maß zu senken, ist aber allemal drin.

Hits für Kidsy

Goodies beim Empfang: Bei Starwood Hotels gibt es beispielsweise den Westin Kids Club – zum Check-in erhalten Kinder einen Rucksack mit Malstiften.

Kids Club oder Babysitter, Spielecke, Indoor-Rutschen, Spieleverleih an der Rezeption.

Günstige Zimmerkonditionen: Hyatt hat das „Very Important Baby“-Angebot, Kinder übernachten bis zum 12. Lebensjahr gratis.

Zimmerausstattung: getrennte Wohn- und Schlafbereiche, Steckdosenschutz, niedrigere Waschtische, Babyphon. Ritz-Carlton hat P.O.L.O. (Protect our little ones) ins Leben gerufen: Ein Mitarbeiter begleitet die Familie ins Zimmer und macht den Raum kleinkindtauglich.

Kinderspeisekarte, Erlebnisgastronomie (z. B. das Essen kommt mit der Dampflok). Hilton International gab sogar eine Studie zu den speziellen Essgewohnheiten von Kindern in Auftrag.
Infos:
www.familotel.de
www.familyaction.de

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