Member Clubs 2.0: Very Important People

Privatpartys auf höchstem Niveau: Das Soho house war lange Trendsetter für Members’ clubs auf der ganzen Welt. In welche Richtung sich der Markt jetzt bewegt und warum weniger oft mehr ist, lest ihr hier.
Mai 18, 2018 | Text: Sissy Rabl | Fotos: beigestellt

Es sind jene viel verfilmten und glorifizierten Partys, auf denen sich Models mit Rockstars und Filmproduzenten am Rand eines scheinbar endlosen Pools betrinken, die das Flair des Soho House in seinen besten Zeiten ausdrücken. Viele wären damals – lange vor #Metoo-Zeiten – noch gerne dabei gewesen, als Harvey Weinstein private Filmvorstellungen im Soho House New York gab, Kate Moss in der Londoner Dependance feierte oder die VIPs der Berlinale sich im Soho House der deutschen Hauptstadt zuprosteten.

MEMBER CLUBS 2.0

Nur wenige waren dabei. Denn wenn irgendetwas Members-only-Clubs auszeichnet, dann ist es eine verschlossene Tür. Exklusivität ist der Schlüssel zum Erfolg und lange Zeit war das Soho House berüchtigt für seine strikten Aufnahmekriterien – selbst Kim Kardashian bewarb sich vergeblich. Außerdem hat Gründer Nick Jones bekanntlich immer das richtige Händchen für gutes Design in Retro-Optik und die richtige Lage in geschichtsträchtigen Gebäuden, um die stilsichere Schickeria anzuziehen.

Es sind jene viel verfilmten und glorifizierten Partys, auf denen sich Models mit Rockstars und Filmproduzenten am Rand eines scheinbar endlosen Pools betrinken, die das Flair des Soho House in seinen besten Zeiten ausdrücken. Viele wären damals – lange vor #Metoo-Zeiten – noch gerne dabei gewesen, als Harvey Weinstein private Filmvorstellungen im Soho House New York gab, Kate Moss in der Londoner Dependance feierte oder die VIPs der Berlinale sich im Soho House der deutschen Hauptstadt zuprosteten.

MEMBER CLUBS 2.0

Nur wenige waren dabei. Denn wenn irgendetwas Members-only-Clubs auszeichnet, dann ist es eine verschlossene Tür. Exklusivität ist der Schlüssel zum Erfolg und lange Zeit war das Soho House berüchtigt für seine strikten Aufnahmekriterien – selbst Kim Kardashian bewarb sich vergeblich. Außerdem hat Gründer Nick Jones bekanntlich immer das richtige Händchen für gutes Design in Retro-Optik und die richtige Lage in geschichtsträchtigen Gebäuden, um die stilsichere Schickeria anzuziehen.

Banker müssen draussen warten

Mittlerweile hat das britische Unternehmen von Gründer Jones und Eigentümer Ron Burkle 20 Dependancen auf der ganzen Welt von Istanbul über Barcelona bis Toronto. 80.000 Mitglieder zählt der Club und viele mehr stehen noch auf der Warteliste – sogar für noch nicht eröffnete Häuser. Dabei hat das Unternehmen seit seiner Gründung 1995 nicht nur Höhen erlebt und viele würden meinen, dass seine Glanzzeiten der Vergangenheit angehören.

Kritisiert werden vor allem die offensive internationale Expansion, der wachsende Schuldenberg und die Verwässerung der Aufnahmekriterien. In New York wurde einigen Mitgliedern 2010 gar die Verlängerung verweigert, um ein paar Banker und Anzugträger weniger am Pool sitzen zu haben. Während das erste Soho House in London immer noch den einen oder anderen bekannten Namen anzieht, hat der New Yorker Standort stark an Prestige eingebüßt.

Und das, obwohl sich Members’ Clubs immer noch einiger Beliebtheit erfreuen. Nur können diese sich nicht länger nur auf Exklusivität verlassen, sondern müssen den Zeitgeist treffen und eine Lebensphilosophie repräsentieren. Weg vom verstaubten und elitären Image ehemaliger Gentlemen Clubs inklusive Zigarre und Anzug, versuchen neue Konzepte, spezifische Zielgruppen unter jüngeren Generationen wie den Millennials mit Angeboten wie Co-Working Spaces, Fitnessstudios, Restaurants, Meditationsräumen oder Bibliotheken anzusprechen.

Dabei steht vor allem der Networking-Faktor unter Gleichgesinnten im Vordergrund, sei es nun unter Künstlern und Kreativen, branchenintern unter jungen Unternehmern oder Menschen mit ähnlichen Interessen von Sport bis Medi- tation.

Die Konkurrenz schläft nicht

Da wäre zum Beispiel The Assemblage in Manhattan, das sich selbst als eine „Kollaboration für die Zukunft der Menschheit“ beschreibt. 2017 wurde der Co-Working Space gegründet. Er bietet neben vollbesetzten Seminaren über Heilkräuter, die psychodelische Wirkung des Pflanzensuds Ayahuasca und Schamanentum auch Meditationsräume, vegane Menüs und alkoholfreie Elixiere und Infusionen zur Regenerierung.

Ab 200 Dollar monatlich kann man die Räumlichkeiten abends nutzen, für 900 Dollar monatlich den ganzen Tag über. Mit besonders starkem Wachstum in kurzer Zeit macht auch The Wing von sich reden. Der Club ist auch als Co-Working Space ausgerichtet – aber nur für Frauen. Neben Arbeits- und Seminarräumen bietet der von Chanel gesponserte Club Angebote extra für arbeitende Mütter, eine hauseigene Bibliothek, feministische Seminare und Beauty-Behandlungen.

Mitglieder – wie unter anderem Chelsea Manning – zahlen jährlich um die 3000 Dollar Beitrag. Ein ähnliches Angebot gibt es auch mit The AllBright in London. Die Betaworks Studios in New York richten sich wiederum nur an Nerds und IT-Profis, das Maggie and Rose in London dafür ist ein Privatclub für Kinder und ihre Eltern.

Und wer auf glamourösen Partys, privaten Ausstellungen und Film Screenings neben Kanye West und Lindsay Lohan abhängen will, bewirbt sich am besten im Silencio in Paris – eigens eingerichtet in Gold-Schwarz von Regisseur David Lynch. Der Markt für Members-only-Clubs boomt also. Wer aber konkurrieren will, muss kreativ sein.

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