Wie schmeckt Pepino?
Die Welt der Früchte kann mitunter verwirrend sein: Verlangt man in Mexiko nach einer Pepino, bekommt man eine herkömmliche Salatgurke. Was hingegen bei uns Pepino genannt wird, heißt dort Pepino dulce: die Frucht der in Südamerika heimischen Pflanze Solanum muricatum.
Optisch erinnert sie an Mango, botanisch gesehen ist sie ein Nachtschattengewächs. Und geschmacklich? Irgendwo zwischen Birne und Melone zuhause.
Die Welt der Früchte kann mitunter verwirrend sein: Verlangt man in Mexiko nach einer Pepino, bekommt man eine herkömmliche Salatgurke. Was hingegen bei uns Pepino genannt wird, heißt dort Pepino dulce: die Frucht der in Südamerika heimischen Pflanze Solanum muricatum.
Optisch erinnert sie an Mango, botanisch gesehen ist sie ein Nachtschattengewächs. Und geschmacklich? Irgendwo zwischen Birne und Melone zuhause.
Deshalb wird sie auch Melonenbirne genannt. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine experimentelle Kreuzung aus dem DNA-Labor. Nein, die Pepino wird in den südamerikanischen Anden nachweislich schon seit Jahrtausenden kultiviert. Heute wird sie hauptsächlich in Peru und Chile, aber auch in Australien und Neuseeland angebaut. Weltweit erfreut sie sich als Balkonpflanze großer Beliebtheit, die kalten Winter überlebt sie bei uns aber nur im Glashaus.

Die Pepino ist so etwas wie der charmante Undercover-Star unter den Früchten. Ihre Schale ist meist hellgelb bis cremefarben und von violetten Streifen durchzogen. Schneidet man in ihre dünne Schale (die man grundsätzlich mitessen kann, aber nicht muss), findet man ein helles, zartes und sehr saftiges Fruchtfleisch. In der Küche ist die Pepino ein Teamplayer: Weil sie nicht überwiegend süß ist, sondern eher mit eleganter Zurückhaltung punktet, macht sie sich großartig in Obstsalaten, zu Joghurt oder als leichter Dessertkontrast zu Limette und Minze.
Aufgrund ihrer Ähnlichkeit zur Honigmelone liegt auch eine weitere Verwendung auf der Hand: Kombiniert man sie mit herzhaften Produkten wie Prosciutto, ist im Handumdrehen eine perfekte Vorspeise gezaubert – inklusive Vitamin-C-Boost.
Beim Einkauf gilt: Die Pepino sollte aromatisch duften und auf sanften Druck leicht nachgeben. Eine kräftigere Gelbfärbung ist meist ein gutes Zeichen, während steinharte Exemplare kaum Freude machen. Zu Hause lässt man sie bei Bedarf noch ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur nachreifen und lagert sie anschließend im Kühlschrank.