Arbeiten in New York

Diese Stadt schläft nicht. Wer dort karrieretechnisch durchstarten will, sollte das auch nicht! Tipps rund um die Expat-Karriere im Big Apple.
November 12, 2015 | Fotos: Daniel Krieger, Francesco Tonelli, Thomas Schauer, IM_photo/Shutterstock, beigestellt

New York bei Nacht

New York, New York

Willkommen in einer der größten und aufregendsten Städte der Welt. Gelbe Taxis, die Brooklyn Bridge und Lady Liberty sind neben einer unverwechselbaren Skyline nur einige der ikonischen Elemente, die die Stadt, die niemals schläft, weltberühmt machen und zu ihrem Charakter beitragen. New York ist mehr als nur eine Stadt. Es ist ein Erlebnis, ein globaler kultureller Schmelztiegel. Expats aus der gesamten Welt träumen wie Frank Sinatra in seinem berühmtesten Song davon, ein Teil dieser Megametropole zu sein.

Arbeiten in New York

New York, New York

Willkommen in einer der größten und aufregendsten Städte der Welt. Gelbe Taxis, die Brooklyn Bridge und Lady Liberty sind neben einer unverwechselbaren Skyline nur einige der ikonischen Elemente, die die Stadt, die niemals schläft, weltberühmt machen und zu ihrem Charakter beitragen. New York ist mehr als nur eine Stadt. Es ist ein Erlebnis, ein globaler kultureller Schmelztiegel. Expats aus der gesamten Welt träumen wie Frank Sinatra in seinem berühmtesten Song davon, ein Teil dieser Megametropole zu sein. Etliche ließen ihren Traum bereits wahr werden, und das seit der Gründung der Stadt im Jahr 1624.

Heute beheimatet der Big Apple etwa 8,4 Millionen Einwohner, die geschätzte 800 Sprachen sprechen – linguistisch gesehen ist New York damit eine der facettenreichsten Städte der Welt. Der Zuwanderungsstrom ist aufrechtgeblieben, was sich besonders in der international geprägten Gastronomieszene bemerkbar macht: Der Österreicher Kurt Gutenbrunner machte sich mit seinen Restaurants Wallsé, Upholstery Store und Blaue Gans sowie dem Café Sabarsky, mit denen er seinem Herkunftsland Tribut zollt, erfolgreich einen Namen in New York. Auch andere internationale Spitzenköche, wie Jean-Georges Vongerichten aus Frankreich, Daniel Humm aus der Schweiz sowie der Österreicher Markus Glocker, trugen zur weltberühmten Gastronomieszene der Stadt bei. Ihre Wirkungsstätten, das 3-Sterne-Restaurant Jean‑Georges, das Eleven Madison Park von Humm, das 2015 auf Platz fünf der 50 weltbesten Restaurants gewählt wurde, sowie das Restaurant Bâtard, in dem Sternekoch Markus Glocker kulinarische Meisterwerke vollbringt, sind Fixadressen für Fans gehobener Kulinarik.

Zukünftige Expats, die ihren Beispielen folgen wollen, können sich den Weg zum amerikanischen Traum am besten auf zwei Arten bahnen. Hier, wie überall in den Staaten, ist entweder die Green Card, die man sich auch durch die Green Card Lottery holen kann, oder eine Anstellung bei einer der vielen deutschen Firmen mit Sitz in New York das beste Ticket über den großen Teich. Bei Letzterem ist die sogenannte Expat-Stelle, über die Arbeitnehmer im Auftrag einer deutschen Firma nach New York geschickt werden, ein heißer Tipp. Auch zahlreiche Online-Netzwerke und -Jobbörsen sind nicht nur gespickt mit Job-angeboten, sondern auch eine Plattform für Fach- und Führungskräfte, die sich geschäftlich vernetzen wollen. Sollte eine Anstellung bei einer deutschen Firma in New York nicht schon in der Tasche sein, ist der erste Tipp, sich die Green Card zu sichern, sein Erspartes einzupacken und vor Ort auf Jobjagd zu gehen. Denn die Chancen auf eine Anstellung erhöhen sich rapide, sobald man bereits in der Stadt wohnt. Die Arbeitswelt ist hier genauso emsig wie New York selbst. 50-Stunden-Wochen sind die Norm, Neuanfänger haben im ersten Jahr keinen Urlaub.

Und über allem steht die Freude, die Früchte der harten Arbeit zu ernten – und natürlich in einer der geilsten Städte der Welt zu leben, mit ihren vielen Restaurants, dem einzigartigen Flair und pulsierenden Nachtleben. Dafür nimmt man auch gerne den Platzmangel – ob in den eigenen vier Wänden oder auf der Straße – und die hohen Miet- und Lebenshaltungskosten in Kauf. Zudem ist die Auswahl an unterschiedlichen Wohngegenden umso reicher. Denn auch wenn man nicht gerade in Manhattan wohnt, ist das öffentliche Verkehrssystem mit einer U-Bahn, die 24 Stunden am Tag operiert, Bussen sowie Pendlerzügen so ausgefeilt, dass es nicht schwer ist, von A nach B zu gelangen. Zudem ist New York ein prinzipiell sicheres Pflaster. Und eine Stadt, in der es 365 Tage im Jahr etwas zu erleben und zu tun gibt – Tag und Nacht. Denn schlafen tut sie nie.

Sprache & Leben

Die 41-jährige Münchnerin Jasmin Howanietz arbeitet seit 1998 in New York und hat derzeit die Position Director of Sales & Marketing im Waldorf Astoria inne.
Jasmin Howanietz
Warum haben Sie sich dazu entschieden, nach New York zu gehen?
Jasmin Howanietz: Nachdem ich den Bachelor in Hotel/Restaurant International Management an der Johnson & Wales University in Rhode Island abgeschlossen hatte, bekam ich das Angebot, als Management Trainee in Miami oder New York zu arbeiten. Für mich war New York die erste Wahl, denn die Stadt bietet die schnelllebigste und dynamischste Arbeitsumgebung, in der man die Herausforderung bekommt, Leistung zu vollbringen, und gleichzeitig die Möglichkeit hat, zu lernen und sich zu entwickeln.

Wie würden Sie das Leben und die Mentalität der New Yorker beschreiben?
Howanietz: Zu Beginn ist New York überwältigend, doch sobald man seine Nachbarschaft und seinen Freundeskreis findet, gibt es keinen Platz, der mit New York zu vergleichen ist. Aus diesem Grund lebe ich noch nach 17 Jahren hier. New York ist ein Schmelztiegel und sehr multikulturell. Man kann Menschen aus allen Ländern der Welt treffen. Die Locals sind sehr direkt, belastbar und schnelllebig. Jeder, der hier im Gastgewerbe arbeitet, wird sich Seite an Seite mit professionellen Fachkräften aus der ganzen Welt wiederfinden. Es ist sehr leicht, Connections zu knüpfen, da viele andere Expats auch nach New York kommen, ohne jemanden zu kennen.

Was können Sie über das Sprachverständnis in der Stadt sagen?
Howanietz: Das Sprachverständnis war kein Problem. In unserer Branche arbeiten wir mit Kollegen von der ganzen Welt mit sich deckenden Akzenten – besonders in einer Stadt wie New York wird das geschätzt. Sobald man in der Stadt arbeitet und täglich mit der Sprache konfrontiert ist, verbessert man sein Englisch sehr schnell.

Was würden Sie zukünftigen Expats raten, die nach New York gehen möchten?
Howanietz: Wenn ihr die Chance habt, nach New York zu gehen, ergreift sie! Ihr werdet mit den größten Talenten arbeiten und von ihnen lernen. Die Erwartungen sind hoch, doch die Erfahrung wird euch die perfekte Vorbereitung dafür geben, überall auf der Welt zu arbeiten. Es ist ein Klischee, doch es stimmt: Wenn man es hier schafft, schafft man es überall.
www.waldorfastorianewyork.com

Job & Wohnen

Sylvia Wurmseher
Sylvia Wurmseher stammt aus dem deutschen Berghaupten. Seit Juni 2015 ist die 24-jährige als Front Office Manager im Hotel Conrad New York tätig.

Was waren Ihre ersten Eindrücke und Herausforderungen in New York?
Sylvia Wurmseher: Ich habe zuvor noch nie in einer Stadt gearbeitet, die so schnelllebig und geschäftig ist wie New York. Ich wusste, um die notwendige Erfahrung zu bekommen, um meine Karriere zu fördern, musste ich in dieser Stadt arbeiten. Bereits vor meiner Anstellung im The Conrad besuchte ich die Stadt als Tourist, im Wissen, dass ich hier einmal arbeiten würde. Ich verliebte mich in all die kleinen Details und die Energie, die die Stadt jeden Tag auf einen überträgt. Meine größte Herausforderung war definitiv die Wohnungssuche. Ich musste zu mindestens 15 Wohnungsbesichtigungen gehen, bevor ich etwas Passendes fand.

Was können Sie über die Lebenskosten in New York sagen?
Wurmseher: New York ist ohne Frage die teuerste Stadt, in der ich je gelebt habe. Es ist normal, mindestens die Hälfte seines Lohns für die Miete auszugeben, besonders wenn man das volle New-York-City-Erlebnis haben und in Manhattan wohnen möchte.  Zudem teilen sich viele hier ein Apartment und die meisten Zimmer haben die Größe einer Schuhschachtel. Auch Bars, Restaurants und Cafés sind sehr teuer. Doch man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Wie ist der Alltag in der Stadt? Gibt es viele Freizeitmöglichkeiten?
Wurmseher: Die Arbeitszeiten sind anders als in Europa. Zehn bis elf Stunden am Tag sind normal. Das und ein oftmals langer Arbeitsweg für jene, die am Stadtrand wohnen, machen das Leben hier sehr hektisch, da die Menschen ihre Freizeit auch nutzen wollen. In der Stadt wird es zudem nie einen Tag geben, an dem nichts zu tun ist. Konzerte, Museen, Shopping. Man spricht es aus und New York hat es.
www.conradnewyork.com

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