Ausgabe 197, Porträts, Management-Tipps

Haya Molcho: Neni Power

Haya Molcho hat es geschafft, ihr Neni-Familien-Imperium als Marke zu etablieren. Wie die Gastronomin orientalischer Welt­küche in ganz Europa Sexappeal verleiht.

Text: Marion Wolf     Fotos: Claudio Martinuzzi, Stephan Lemke for 25hours Hotels, beigestellt

Haya Molcho

Alles andere als ein biederes Familienunternehmen

Die Frau an der Spitze des Familienunternehmens – klingt erst mal reichlich bieder. Wer Haya Molcho und die anderen Molchos kennenlernt, der merkt sofort, die sind anders. Und wer die Mutter mit ihren vier Söhnen von Fotos lachen sieht, könnte meinen, sie seien Teil einer Modestrecke eines Magazins. Eine Familie, die gelernt hat, wie sie den verrückt-kreativen Lifestyle, der ganz tief in ihr verwurzelt ist und sich in allen Projekten widerspiegelt, auch als Marketingtool nutzen kann. Das Gesicht von Neni mit ihrer beeindruckenden Energie, Leidenschaft und Präsenz ist die 60-jährige Haya. Sie hat das Unternehmen seit der Eröffnung ihres ersten orientalischen Restaurants am Naschmarkt im Jahr 2009 zu einer Marke aufgebaut und Klassiker wie den Hummus auf die kulinarische Karte Österreichs gebracht.

Die Familie ist das Herz des Unternehmens und der Schriftzug „Neni“ ist dabei Programm, er setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Namen ihrer vier Söhne – Nuriel, Elior, Nadiv und Ilan – zusammen. Drei von ihnen führen gemeinsam mit ihrer Mutter das Unternehmen, zu dem weit mehr als die Keimzelle und das Flagship Neni am Naschmarkt in Wien gehören: die Neni Restaurants in Berlin, Zürich und Hamburg, die Strandbar Tel Aviv Beach am Wiener Donaukanal, eine Kochschule, Catering sowie als weiteres wichtiges Standbein Produktklassiker, die über Supermärkte vertrieben werden. Eine Bilanz in nur sieben Jahren, die sich sehen lassen kann.

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13.10.2016