Andy Vorbusch wechselt ins Dolder Grand

Der deutsche Starpâtissier spricht mit ROLLING PIN exklusiv über sein Engagement im Schweizer Luxushotel Dolder Grand.
Mai 30, 2016 | Fotos: Peter Hebeisen, Daniel Szelényi, Nico Schaerer, Monika Reiter, Claudio Martinuzzi, Wolfgang Hummer

Grüezi, hoi und salü am Zürichsee

Es ist eine Liaison, die eigentlich perfekter kaum sein könnte. Trotzdem hat der gebürtige Hamburger Andy Vorbusch das Angebot vom Züricher Dolder Grand nicht überhastet angenommen und sich Zeit für seine Entscheidung gelassen: "Natürlich muss man sich überlegen, ob man zusammen passt. Und darum hab ich mir auch bewusst die Zeit genommen, um gründlich darüber nachzudenken", so der Ausnahme-Pâtissier im ROLLING-PIN-Exklusiv-Interview.
Die gute Reputation des Hauses, die atemberaubende Location mit Blick über Zürich und ein rundum positives Gefühl haben aber schlussendlich den Ausschlag gegeben, warum er den Schweizern das Jawort gegeben hat.
Eine Top-Adresse in Europa ist das Dolder Grand am Züricher Adlisberg allemal und ab dem 15. Juli mit Andy Vorbusch, um einen renomierten Namen im Hotel-Team reicher. So wird er als Chef Pâtissier nicht nur im Restaurant Saltz für die süssen Gaumenfreuden verantwortlich sein, sondern im gesamten Hotelbetrieb des Dolder Grand. Eine echte Herausforderung — selbst für einen Haudegen wie Andy Vorbusch. Eine Herausforderung, der er sich aber gerne stellen will.
Trotz der riesigen Vorfreuden auf das Abenteuer am Zürichsee lässt Vorbusch die Kirche im Dorf und mahnt sich selbst zur Geduld. "Ich habe für mein Leben gelernt, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Es ist wie in der Liebe. Es dauert oft Monate bis man sich eingespielt hat und erst dann sieht man wohin die Reise gehen wird und, ob man wirklich so gut zusammen passt wie zuvor gedacht." Denn eines weiß der 39-Jährige nur zu gut: Im Leben kommt’s oft anders, als man denkt.

Sag’ zum Abschied leise Servus

Während er im Dolder Grand nun ein neues Kapitel in seinem bewegten Leben beginnt, schließt er mit dem Umzug von Düsseldorf nach Zürich ein anderes, ebenso bewegtes Kapitel für sich ab.
So versuchte sich Vorbusch in Düsseldorf mit der Pâtisserie & Kaffeerösterei Sööt am eigenen Lokal — Die Bilanz fällt durchwachsen aus. Nach nur zwei Jahren ist wieder Schluss und das Projekt Sööt für ihn abgeschlossen. "Ich bin einfach kein Bürokrat ich bin Pâtissier. Die Zeit im Sööt möchte ich nicht missen, ich würde aber im Nachhinein viele Dinge anders machen", konstatiert Vorbsuch.
Davor hat sich der Deutsche in der obersten Liga der Spitzengastronomie bei den 3-Sterne-Ikonen Joachim Wissler im Restaurant Vendôme, bei Christian Bau oder Helmut Thieltges einen Namen gemacht und sich kontinuierlich bis an die Spitze der deutschen Pâtisserie gearbeitet. 
Ob er in ferner Zukunft noch einmal den Schritt in die Selbstständigkeit wagen würde, lässt der deutsche Spitzen-Pâtissier offen: "Man muss schauen was die Zukunft bringt. Im Moment freue ich mich auf Zürich und darauf, mich voll und ganz dem was ich am liebsten tue zu widmen."
Vor der Sprachbarriere Switzerdütsch hat der Wahl-Züricher keine Angst. Außerdem ist er im Dolder Grand in bester Gesellschaft: "Viele im Hotel-Team sind, wie The Restaurant Küchenchef Heiko Nieder, aus Deutschland. Da mach ich mir keine Sorgen wegen der Sprache." 
www.thedoldergrand.com

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