Falsche Corona-Tests kosten Gastwirt 20.000 Euro

Fehlerhafte Corona-Testergebnisse kosten Heinz Lackner mehrere Tausend Euro: Vier positive Mitarbeiter-Tests waren falscher Alarm. 
August 11, 2020 | Fotos: Shutterstock

Weil vier seiner Mitarbeiter bei einem freiwilligen Test positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, schickt der Hotelier Heinz Lackner sie in Quarantäne, seine Gäste nach Hause – und sagt eine Veranstaltung ab. Zwei Tage später kommt die böse Überraschung: Bei einer erneuten Kontrolle sind plötzlich alle Ergebnisse negativ, wie der Gastwirt dem ORF bekanntgibt.

Weil vier seiner Mitarbeiter bei einem freiwilligen Test positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, schickt der Hotelier Heinz Lackner sie in Quarantäne, seine Gäste nach Hause – und sagt eine Veranstaltung ab. Zwei Tage später kommt die böse Überraschung: Bei einer erneuten Kontrolle sind plötzlich alle Ergebnisse negativ, wie der Gastwirt dem ORF bekanntgibt.

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Fehlerhafte Corona-Testergebnisse kosten Heinz Lackner mehrere Tausend Euro: Vier positive Mitarbeiter-Tests waren falscher Alarm.

Was war passiert?

Aber erst mal der Reihe nach: Denn Heinz Lackner folgte eigentlich nur den Empfehlungen der Regierung. Das österreichische Tourismusministerium stellt es Betrieben derzeit frei, ihre Mitarbeiter regelmäßig testen zu lassen. Dieses Angebot nimmt auch Lackner für sein Gästehaus Lackner auf der steirischen Planneralm in Anspruch. Als vier Ergebnisse positiv zurückkommen, handelt der Hotelier sofort. „Wir haben natürlich umgehend alle Gäste nach Hause geschickt – und auch die Landesmeisterschaft im Bogenschießen mit 150 Teilnehmern abgesagt“, sagt er gegenüber der Kronen Zeitung.

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Heinz Lackner hat schnell reagiert und seinen Betrieb geschlossen – allerdings zu seinem Leidwesen, denn die positiven Corona-Tests seiner Mitarbeiter wurden zurückgerufen.

Corona-Tests: Falscher Alarm

Nur zwei Tage später dreht sich die Geschichte, ein erneuter Test zeigt, dass die betroffenen Mitarbeiter sich gar nicht mit dem Corona-Virus angesteckt hatten. Die Falschmeldung kam allerdings zu spät. „Der finanzielle Schaden ist ordentlich: Wir haben ihn auf 14.000 bis 20.000 Euro geschätzt. Was natürlich noch ins Gewicht fällt, ist der Imageschaden, den die Planneralm erlitten hat – im Besonderen natürlich unser Betrieb“, gibt Lackner gegenüber dem ORF zu Protokoll. Er überlege nun, rechtliche Schritte einzuleiten.

Falsche Ergebnisse „herber Rückschlag“

Auf Nachfrage des Österreichischen Rundfunks erklärt der Tourismusspartenobmann in der Wirtschaftskammer Johann Spreitzhofer: „Das ist absolut ein Einzelfall, und wir stehen nach wie vor dazu, dass wir die Betriebe dazu anhalten, die Mitarbeiter testen zu lassen. Das ist natürlich ein herber Rückschlag für unsere Bemühungen, weil wir unseren Betrieben die Sicherheit geben möchten, dass diese Tests zuverlässig abgewickelt werden.“ Das Ministerium fordert nun volle Aufklärung.

www.planneralm.at

 

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