Falsches Fleisch für 45.000 Euro

Hat vier Hufe und ein Geweih: Warum man aus einem Rothirsch aus Neuseeland trotzdem kein Rentier aus Alaska machen soll.
August 11, 2016

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Was auf der Speisekarte steht …

… sollte auch dann auf dem Teller landen. Denn sonst ist das klassischerweise Betrug. Kennt man auch von unseren Breitengraden, da ist dann gerne mal Pferd statt Rind drin. In diesem Fall aber war es das "Filet vom Alaska Rentier" das nicht ganz das war, was es war. Denn eigentlich kam das Tier aus Neuseeland und eigentlich war es kein Rentier sondern ein Rothirsch. Seit mindestens 2013 ginge das schon so, meint die zuständige Staatsanwältin.
Die Geschichte war natürlich für die Gäste des Restaurants in Fairbanks im Bundesstaat Alaska eine tolle. Angeblich war das Tier von Indigenen, das politisch korrekte Wort für Ureinwohner, aufgezogen und gezüchtet worden. Verkauft sich auch teurer als Rotwild aus dem weit entfernten Neuseeland. Das im Übrigen gar nicht schlecht schmecken kann, wenn der Schwindel so lange aufrecht zu erhalten war. 
Bei einer Routine-Kontrolle allerdings flog die Geschichte auf und dem Besitzer um die Ohren, Mitarbeiter vor Gerichte sagten aus, dass sie eigentlich nie Rentierfleisch in die Hände bekommen hätten.
Mit dem Gericht hat sich der Besitzer des Restaurants auf eine Geldstrafe von 45.000 Euro Strafe geeinigt, zudem entschuldigte sich das Restaurant via lokalen Medien bei seinen Gästen und auf der Speisekarte wäre nun das Ren verschwunden und gegen den Hirsch ersetzt worden. 

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