Hygiene-Ampel für NRW

Nordrhein-Westfalen will es vormachen: Innerhalb der nächsten 36 Monate müssen sich alle Lebensmittelbetriebe mit Hygiene-Ampel für mehr Verbrauchertransparenz schmücken.
Feber 22, 2017 | Fotos: Shutterstock

Ampeln
Es ist soweit: Bevor Gäste einen Schritt ins Lokal tun, sollen sie schon an der Tür mittels eines Ampelsystems – in rot, gelb und grün – über die Hygiene in der Küche informiert werden. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen führt dieses System als erstes in Deutschland ein. So müssen die Ergebnisse der Lebensmittelkontrolle verpflichtend in Lebensmittelbetrieben kenntlich gemacht werden.

Weil das bei der Vielzahl an Lebensmittelbetrieben, die übrigens auch Metzger und Bäcker neben Cafés und Restaurants – das sind insgesamt 150.000 Betriebe – umfassen, nicht von heute auf morgen umsetzbar ist, wird es eine Übergangsfrist von 36 Monaten geben. Für alle Betriebe, die keinen direkten Kundenkontakt haben, gilt es, die Ergebnisse der Lebensmittelkontrolle online zu veröffentlichen.

Das neue Gesetz der Lebensmittelkontrolle, das „Kontrollergebnis-Transparenz-Gesetz“, wurde am 15. Februar 2017 im Düsseldorfer Landtag verabschiedet. Somit haben SPD, die Grünen und Piraten ihren Willen gegen CDU und FDP durchgesetzt.

Kritik lässt nicht auf sich warten

Als zu pauschal, vage und zu wenig nachvollziehbar wird die Ampel kritisiert. Außerdem gibt es beispielsweise Minuspunkte für gängige Praxis wie das Waschen der Arbeitskleidung zuhause statt in einer Großwäscherei. Auch die fehlerhafte Dokumentation kann zu Minuspunkten führen. Der bürokratische Aufwand sei zudem zu hoch.

Positiv bewerten hingegen Verbraucherschützer das System, da so mehr Transparenz für den Kunden entstünde und den Qualitätswettbewerb ankurbele.
Die Meinung der Befürworter ist hier nachzulesen.

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