Hygienemängel: Dänemarks 3-Sterner muss zahlen

Die dänische Lebensmittelbehörde hat Mängel im Restaurant Geranium von Rasmus Kofoed entdeckt: Er soll 2700 Euro zahlen für falsche Lagerungsbedingungen von Meeresfrüchten und Schimmel.
November 28, 2016 | Fotos: René Riis

Rasmus Kofoed

Die dänische Lebensmittelbehörde arbeitet seit 2001 mit Smiley-Stickern an Restaurant-Türen, um die Hygienezustände direkt an den Kunden weiterzugeben. Im Geranium, Dänemarks einzigem 3-Sterne-Restaurant, klebt gerade ein stirnrunzelnder Smiley – die schlechteste Bewertung des Systems – an der Tür. Das Restaurant von Rasmus Kofoed muss wegen dieser Hygienemängeln 20.000 Kronen (2700 Euro) an die Behörde für Lebensmittelsicherheit berappen.

Grund für den stirnrunzelnden Smiley: Falsche Lagerung von frischen Schalentieren wie Austern, Krebsen und Jakobsmuscheln – laut einem Beitrag des Guardian hat das Geranium in Kopenhagen diese über einen längeren Zeitraum und bei zu warmen Temperaturen aufbewahrt, so die dänische Lebensmittelbehörde nach der Inspektion.

Außerdem sollen von der Behörde in zwei Kühlern „schwarze, grüne und weiße Flecken, die auf der Unterseite von Regalen und auf gepacktem gebeiztem Knoblauch wuchsen“ gefunden worden sein, steht in einem Bericht vom 29. September, der am Donnerstag von dänischen Medien veröffentlicht wurde.

Der Chef des Geranium Rasmus Kofoed will das nicht auf sich sitzen lassen. Gegenüber der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau meldete er sich zu Wort: „Ich bin nicht einverstanden mit dem, was geschrieben wurde. Ich glaube, dass es sehr übertrieben ist, aber ich gebe zu, dass es einige Teile des Prozesses gibt, wo wir vielleicht ein bisschen unaufmerksam gewesen sind.“
www.geranium.dk/en

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