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Wie schmeckt eigentlich … Weizengras?

Der Hype um das Weizengras ist kaum zu bremsen. Warum das grüne Superfood derzeit in aller Munde ist, erfahrt ihr hier.
September 1, 2016 | Fotos: Claudio Martinuzzi

Weizengras

Der Baby-Weizen

Eigentlich haben Superfoods wie Chia, Goji, Qinoa und Co. schon einen Bart, länger als der vom guten alten Weihnachtsmann. Jahrelang wurden die potenten Wunderlebensmittel in den verschiedensten Food-Szenen gehypt und in Massen verschlungen. Jetzt da der Boom langsam abklingt, drängt sich eine Pflanze ins Rampenlicht und überzeugt mit einer gewaltigen Nährstoff-Bombe: glutenfrei, grün und voll im Trend – das Wheat Grass.

Als Pulver stehen die Süßgräser mittlerweile sogar schon im Drogerieregal. Frisch erhältlich (über R&S Gourmet Express) ist das Weizengras bei uns allerdings nicht so einfach, kann aber ohne viel Aufwand in kleineren Mengen sogar am Fensterbrett selbst gepflanzt werden.

Im Prinzip ist Weizengras nichts anderes als die knallgrünen Halme des stinknormalen Weizens. Geerntet werden die Gräser aber schon nach nur drei bis fünf Tagen nach der Keimung – also lange bevor sie die Ähren bilden. Frisches Weizengras schmeckt leicht bitter und erinnert geschmacklich etwas an rohen Spinat. Durch den hohen Anteil unverdaulicher Pflanzenfasern, empfiehlt es sich nicht unbedingt für den Verzehr in größeren Mengen.

In kleineren Mengen kann Weizengras wie Kräuter verwendet und kleingeschnitten in den Salat oder in die Suppe gegeben werden. So richtig entfalten kann das Weizengras seine volle Power Vitamin C, Eisen und Zink als Smoothie. Dabei ist es aber wichtig, das frische Produkt zu verwenden, denn in pulverisierter Form gehen durch den Trocknungsprozess viele hitzeempfindliche Vitamine verloren.

Dem Weizengras werden aber auch viele heilende Wirkungen nachgesagt, die wissenschaftlich kaum belegt sind. In einigen Bereichen gibt es jedoch Hinweise auf einen positiven Effekt. So wurde im Zuge einer Studie festgestellt, dass bei den Probanden nach vier Wochen auf Weizengras der Luteinspiegel im Blutplasma deutlich gestiegen ist.

Lutein ist ein pflanzliches Carotonid, ähnlich dem Beta-Carotin, das eine schützende Wirkung für das menschliche Auge hat und sich auch positiv bei Arterienverkalkung auswirkt.

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