7 Karriere Todsünden

Sie wollen Ihre Karriere doch nicht zu Grabe tragen? Begehen Sie diese 7 Sünden, können Sie schon mal zu schaufeln beginnen.
November 13, 2015

ein Grabstein mit den 7 Karriere Todsünden1 Hochmut.

Kommt bekanntlich vor dem Fall. Jeder denkt sich mal, dass er der Größte ist. Wer das aber ständig herumposaunt, schafft sich einen Feind nach dem anderen. Niemand, auch Sie nicht, will mit einem arroganten Kollegen zusammenarbeiten. Geben Sie mit Erfolgen also nicht an. Ebenso wenig zielführend ist jedoch falsche Bescheidenheit. Vor allem Frauen tappen zu oft in diese Falle, wie Ursula Kals in ihrem Buch „Zehn Fallstricke“ schreibt. Rhetorische Raffinesse ist gefragt – die anderen wissen lassen, was man leistet, ohne es allen „aufs Auge zu
drücken“.

2 Geiz.

60 Prozent des beruflichen Erfolges gehen auf das Konto von Beziehungspflege innerhalb der Firma. Zu diesem Ergebnis kommt eine IBM-Studie. Geizen Sie also nicht mit Kontaktpflege. Netzwerkbeziehungen brauchen viel Zeit, um zu wachsen. Viele Networker scheitern, weil sie neue Kontakte zu schnell auf ihren Nutzen hin abchecken. Sie kennen das ja: Ein Kollege überschüttet Sie mit Freundlichkeiten und – ganz zufällig – fordert dann auch einen Gefallen ein. Im Job ist es wie in jeder anderen Beziehung auch: Geben und Nehmen wechseln sich ab. Sie müssen bereit sein, für Ihre Kontakte auch einmal etwas zu erledigen. Erst in gut entwickelten Beziehungen profitiert man von einander.

3 Wollust.

Bereits jede dritte Ehe bahnt sich unter Kollegen an, ergab eine Umfrage von JobScout24. In vielen Hotels und auch in der Gastronomie zählt diese Variante von Teamwork jedoch zu den Tabuthemen. Allem Herzklopfen zum Trotz sollten Sie auf diese 3 Punkte zu Ihrem eigenen Wohl achten: Keine Liebschaften in der eigenen Abteilung, die Konflikte sind sonst einfach vorprogrammiert. Keine Liebschaften mit Vorgesetzten oder direkten Untergebenen, weil die Grenze zwischen Freiwilligkeit und Erpressung nie genau gezogen werden kann. Keine Liebschaften mit Verheirateten, egal, wie diese den Status ihrer Ehe schildern.

4 Zorn.

Die Wut im Bauch ist meist ein schlechter Ratgeber. „In der Ruhe liegt die Kraft. Das ist keine Aufforderung zum Büroschlaf, sondern eine Erinnerung daran, nicht zu schnell und zu unüberlegt zu handeln. Vor allem nicht schriftlich“, sagt Buchautorin Kals. Was in Zeiten des Internets viel zu oft vorkommt, sind Wutreden an Kollegen, verschickt per E-Mail. Ein Knopfdruck, den Sie nicht mehr rückgängig machen können und der Ihnen meist mehr schadet als hilft.
Das heißt aber nicht, dass Sie Konflikten aus dem Weg gehen sollen. 70 Prozent aller Konflikte in Firmen haben nichts mit den Inhalten zu tun, wohl aber mit schwierigen Zeitgenossen. Schlucken Sie den Ärger jedoch nicht runter. Bewahren Sie Ruhe und konfrontieren Sie Ihr Gegenüber mit seinen Angriffen.

 Susanne G. Rausch 5 Völlerei.

Nutzen Sie Ihren Arbeitgeber nicht aus. Hier einmal ein Kopierpapier mitgenommen, da mal eine Flasche Wein – das ist ein klarer Entlassungsgrund. Bereichern Sie sich aber auch nicht an Zeit, dem wohl wichtigsten Gut Ihres Chefs. Privates in der Arbeitszeit lässt sich kaum vermeiden, sollte aber auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Bedenken Sie: E-Mails, Chats oder zwangloses Surfen im Internet – die meisten Arbeitgeber wissen genau Bescheid, wie Sie Ihren Computer nützen. Trennen Sie also Privates strikt von Beruflichem.

6 Neid.

Ein Kollege hat die Stelle bekommen, die Sie sich verdient haben? Ein anderer bekommt mehr Geld als Sie, obwohl er weniger arbeitet? Diese Ungerechtigkeiten – egal ob subjektiv wahrgenommen oder nicht – wird es immer und überall geben. Diesen Kollegen mit Neid zu begegnen, ist aber sicher die falsche Taktik. Zumindest dann, wenn Sie selbst nach vorne kommen wollen.
Was Sie statt Neid brauchen, ist ein gesundes Selbstmarketing. Sie müssen persönlich dafür sorgen, dass einflussreiche Kollegen auch mitbekommen, zu welchen Leistungen Sie fähig sind. Erwähnen Sie Ihre Errungenschaften in Nebensätzen. Der Verdacht der Angeberei darf allerdings nicht geweckt werden. Zum sogenannten „Advertising myself“ zählen auch ein selbstsicheres und sympathisches Auftreten sowie ein geschicktes Agieren mit Ihren Vorgesetzten.

7 Faulheit.

„Das gehört nicht zu meinen Aufgaben.“ Ein Satz wie dieser ist schnell gesagt. Und schon hat man den Rücken frei. Genau damit schießen Sie sich jedoch ein Eigentor. Besonders, wenn Sie regelmäßig zu diesem Trick greifen.
Auch der Begriff „flexible Arbeitszeiten“ ist ein äußerst dehnbarer. Wenn Sie sich Ihren Arbeitstag nach dem Motto „Später kommen und früher gehen“ einrichten, werden Sie schon bald mehr Zeit zur Verfügung haben, als Sie überhaupt wollen.
Prinzipiell gilt immer: Halten Sie Vereinbarungen strikt ein und erfüllen Sie die Aufgaben, mit denen man Sie betraut hat. Wird es Ihnen tatsächlich einmal zu viel, sagen Sie das klar und rechtzeitig. Niemand kann alles erledigen.

Vorstandsvorsitzende
Deutsche Gesellschaft für Karriereberatung www.dgfk.org

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