Ausgabe 114, Porträts

Stahlhart, aber herzlich

Georg Rotböck setzt das Messer immer dort an, wo es wehtut. Denn der Chefkoch des Wiener „Riegi“ geht für sein Ziel immer an seine Grenze. Und darüber hinaus.

Fotos: Werner Krug
Georg Rotböck mit seinem Team

Die Konzentration in der Küche ist spürbar. Jeder Arbeitsschritt des Teams sitzt, jeder Handgriff ist perfektioniert. Die Ansagen von Küchenchef Georg Rotböck kommen präzise und klar. Sein Wort ist das einzige, das während dem Service im Wiener „RieGi“ zählt. Trotzdem von einer „Yes, Chef“-Mentalität keine Spur. „Ich habe an jedem Posten einen kompetenten Mitarbeiter, die alle hinter mir stehen und gemeinsam an einem Strang ziehen. Aber einer muss das Level angeben und das ist der Küchenchef. Ich muss dem Team immer das vorleben, was du auf die Teller bringen möchtest. Du musst das Level vorgeben. Denn das Team folgt dir – in beide Richtungen.“


Du musst das Level vorgeben. Denn das Team folgt dir — in beide Richtungen.



Und die Richtung von Rotböck hat nur eine Tendenz. Und zwar die nach oben. Dass dem so sein wird, beweist der 36-Jährige bereits in seinem ersten Monat in dem Gourmetrestaurant: Am 21. Februar 2010, nur dreizehn Tage nach seinem ersten Abendservice im „RieGi“, gewinnt das Restaurant die Publikumswertung der „Dining City“. Die harte Wiener Konkurrenz wie das „Anna Sacher“, „Le Ciel“, „Indochine“ oder „Österreicher im MAK“ lässt er hinter sich. „Ich war auf der Suche nach einer Bühne, auf der...

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01.08.2011