Ausgabe 120, F&B Know-how

Sub Kultur

Aquakulturen: Problemlösung oder kranke Machenschaften? Fischzuchtbetriebe im ROLLING PIN-Check.

Fotos: Shutterstock, Werner Krug
Aquakulturen

Über 50 Millionen Tonnen Fisch stammen aus Aquakultur. Das entspricht rund einem Drittel des weltweiten Fangs und Konsums. Tendenz steigend. Grundsätzlich eine positive Bilanz, wären da nicht schockierende Bilder von übervollen, blutigen Becken zugedroschen mit halbtoten Fischen, die immer wieder in den Medien auftauchen. Die ARD-Dokumentation über die Reise der Fischerei- und Aquakulturexpertin Catherine Zucco ins Mekong-Delta nach Vietnam und gleichzeitig zum Ursprung von 50 Prozent des globalen Pangasius-Bestands aus Aquakultur setzte dem noch einen drauf.

Die Dokumentation zeigt wie 50 verschiedene Antibiotika-Präparate, pauschal in die Becken gekippt werden. Fütterung mit einem abenteuerlichen Mix aus gefährdeten Kleinfischen und Meerestieren aus Wildbestand. Und Haltung in teilweise bereits gekippten Laugen aus Fischkot, Chemikalien und Antibiotika-Resten. Fischerei-Expertin Zucco ist sich sicher: „Wer solche Bilder kennt, will diese Fische bestimmt nicht mehr essen.“ Das Problem an der Sache: Es vermittelt ein einseitiges Bild. Nämlich, dass alle Aquakulturen fahrlässig arbeiten.

"Die meisten Aquakulturen findet man in Ländern, die
über schwache Umweltregulierungen verfügen."



Catherine Zucco, Fischerei-Expertin



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14.11.2015