Ausgabe 142, F&B Know-how

In Vino Veritas?

Halunken wie Rudy Kurniawan & Co. haben die größten Sommeliers der Welt über den Tisch gezogen und dadurch Millionen verdient. Wir schenken ihnen reinen Wein ein.

Vino Veritas
Fotos: Shutterstock, Weinbar Rutz/www.purephotography.de

Die Tür der Bösewicht-Villa geht auf, Dutzende FBI-Agenten stürmen das Anwesen und der Fiesling wird unter lautem Geschrei noch in T-Shirt und Unterhose auf den Boden gewuchtet. Eine Szene wie aus einem Hollywood-Blockbuster. Nur dass es dabei um keine fiktive Action-Story geht, sondern um den realen Fall Rudy Kurniawan, der im Vorjahr spektakulär mit dessen Festnahme endete.
Kurniawan stand im Verdacht, Weine gefälscht zu haben. Spitzenweine aus legendären Jahrgängen. Weine, die in der Welt der Wein-Aficionados hoch gehandelt werden. Weine, wie ein Château Petrus aus dem Jahrhundertjahr 1961, für den man inzwischen Zigtausende Euro zahlt. Und einiges spricht dafür, dass der 36-jährige Indonesier mit chinesischen Wurzeln zuletzt wohl geglaubt hat, seine gefälschten Weine wären besser als die Originale. Kann durchaus sein, dass das wahr ist. Diese Wahrheit ist aber nicht die Wahrheit, die im Wein liegt. Doch dazu später mehr.

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Bereits im 13. Jahrhundert wurden Weine im großen Stile gefälscht und das endete mitunter mit der Todesstrafe...

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14.11.2015