Ausgabe 193, Porträts, Management-Tipps

Michel Péclard: Genie und Wahnsinn

Michel Péclard ist der Gastronom, bunte Hund und Querdenker, der trotz Farbenblindheit voll ins Schwarze trifft. Wie ein zahlenverliebter Buchhalter die Züricher Gastroszene aufmischt.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Claudio Martinuzzi, Natalie Buffal, Yves Bachmann, Eduard Meltzer

Michel Pèclard und Florian Weber

Verrückt, verrückter, Péclard

„Mein Anwalt hielt mich für komplett verrückt, als ich betrunken um 2 Uhr morgens den Vertrag für einen heruntergekommenen Campingplatz mit dazugehörigem schlecht laufendem Restaurant auf einer Serviette unterschrieb“, lacht Michel Péclard, der seit 1997 in der Gastronomiebranche unterwegs ist. 

Péclard schimpfte über das Konzept des damaligen Betreibers, der just in dem Moment vorbeikam und dem er ein bisschen großkotzig erklärte, dass er das definitiv besser machen könnte. Mit romantisch eingerichteten Safari-Zelten aka Glamping-Feeling, Zürichsee-Frischfisch-Restaurantkonzept und einem Beachvolleyballplatz schaffte er es, aus dem Fischers Fritz am Ufer des Zürichsees wieder einen Anlaufpunkt für Einheimische und Touristen zu machen.

Wenn man mich infrage stellt, so wie mein Anwalt damals, werde ich erst so richtig kreativ!

Michel Péclard über seine Motivation

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22.07.2016