Ausgabe 203, Porträts

Arne Anker: Ab durch die Wand

Der Sternekoch und Senkrechtstarter Berlins, Arne Anker, über das Potenzial der Emanzipation von seinen Lehrmeistern Sergio Herman und Nick Bril.

Text: Marion Wolf     Fotos: Helge O. Sommer, Stefan Korte

Findungsphase nach dem ersten Stern

Eigentlich kann Arne Anker es schon nicht mehr hören und fragt sich, warum sich keiner etwas Besseres einfallen lässt, als ihn in seiner Küchenlinie auf das Säurespiel zu reduzieren, das er als Sous Chef unter Sergio Herman in dessen 3-Sterne-Restaurant Oud Sluis und unter Zweisterner Nick Bril auf so unnachahmliche Weise erlernte. Zweieinhalb prägende Jahre. „Es gab zwei deutsche Sous Chefs, die im Oud Sluis gearbeitet haben, das waren Tohru Nakamura und ich. Auch bei Tohru wird man immer die Stilistik von einem Sergio Herman sehen“, sagt der Pauly-Saal-Küchenchef nicht ohne Stolz und ergänzt: „Ich geh da nicht hin, um die Sachen zu lernen und nichts mitzunehmen.“ Danach brauche es einfach eine Findungsphase von zwei, drei oder vier Jahren – und in genau der befindet sich der 31-Jährige gerade.

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15.03.2017