Ausgabe 062, F&B Know-how

Feuer und Flamme für das Original

Likör, Rum, Cognac: Bei Küchenspirituosen sollte man nicht zu Billigkopien greifen. Experte Ralf Bos verrät, wie man trotzdem Geld spart und was man besser nicht einkauft.

Alkohol in der Küche ist sicherlich ein nicht zu unterschätzendes Problem, besonders wenn er dort getrunken wird. Es gibt eine Sache, die nicht nur dieses Problem, sondern auch ein weiteres eindämmt: den hohen Preis der Küchenspirituosen. Die Schwierigkeit des Ganzen beginnt mit der Tatsache, dass kein Patissier ohne Rum, Himbeergeist oder Orangenlikör auskommt. Auch kann kein Saucier ohne Pernod, Brandy und Madeira arbeiten. Aber es ist nicht nur, dass diese Spirituosen immer auf unerklärliche Art und Weise verschwinden, sie sind obendrein auch noch sauteuer. Besonders die, die qualitativ hochwertig sind und gut schmecken. Viele Küchenchefs greifen deshalb gerne zu Billigfusel. Brandy statt Cognac und Rumaroma statt Jamaikarum. Obwohl jeder Koch weiß, dass nix Gutes rauskommt, wenn man nix Gutes reintut, machen sie bei Küchenspirituosen gerne eine Ausnahme. Dies ist wirklich ein Dilemma. Um es aufzulösen, müsste es speziell für die Küche Spirituosen geben, die qualitativ hochwertig, aber preiswert sind und gleichzeitig der Küchenhilfe nicht schmecken. Und obwohl die meisten Küchenchefs sich jetzt wundern werden, dass sie diese noch nicht kennen: Es gibt diese eierlegende Wollmilchsau...

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11.03.2008