Ausgabe 088, Events & Awards

Finale Rookies 2009

Hunderte haben sich beworben, zwei Teams standen im Finale und am Schluss hieß der umjubelte Sieger Hamburg. So lief das fulminante Finale der „ROOKIES OF THE YEAR” in der Wiener Ottakringer Brauerei.

Fotos: Werner Krug
die Finalisten der Rookies 2009

>> Das Finale

1. Platz (Team rechts)
Marco D’Andrea absolviert in Karlheinz Hausers Gourmetrestaurant Seven Seas am Süllberg seine Kochlehre.
Jeslyn Yee May Teoh jobbte im Restaurant ihrer Eltern, bevor sie 2007 mit ihrer Ausbildung zur Köchin im Hamburger SIDE Hotel begann.

Ihr Menü:
1. Gang: Dreierlei vom Seesaibling mit geeistem Frischkäse und Apfel-Muskat-Espuma<
2. Gang: Duett von der Rehkeule mit Gewürznektarinen, Spitzkohlroulade und Kartoffelbaumkuchen
3. Gang: Haselnussbrownie mit Schoko­laden-Pfeffermousse und gefüllter Zwetschke

2. Platz
Kathrin Schäffer (HFL Krems) hat bereits mehrmals Wettbewerbsluft geschnuppert und auch schon Erfolge feiern können: Sie erreichte heuer beim internationalen Kochwettbewerb in Bologna in der Kategorie „Patisserie“ den ersten Platz.
Thomas Reitter (HFL Krems) ist ebenso erfahren, was Kochwettbewerbe angeht. So bestritt der Gewinner des „Goldenen Reindls“ die Olympiade der Köche 2008 in Erfurt.

Ihr Menü:
1. Gang: Saibling.TEE.Pasta
2. Gang: Wilde.GewürzEXPLosion
3. Gang: Frischkäse.APFEL.Öl

Es war ein Herzschlagfinale, wie es kaum spannender hätte sein können. Zwei großartige Teams aus jungen Köchen, die allesamt noch eine große Karriere vor sich haben. Schlussendlich konnte im großen Finale in der Wiener Ottakringer Brauerei aber nur einer der Sieger sein – und es war das Team aus Hamburg, das sich den begehrten Titel „ROOKIES OF THE YEAR“ holte und sich damit ein Praktikum bei TV- und Starkoch Johann Lafer sicherte.

Jeslyn Yee May Teoh (SIDE Hotel) und Marco D‘Andrea (Gourmetrestaurant Seven Seas) heißen die umjubelten Sieger, die sich gegen Österreichs Finalisten Kathrin Schäffer (bot trotz Kreuz- und Seitenbandrisses eine Top-Leistung) und Thomas Reitter aus der HFL Krems durchsetzten.

Noch nie wurde um einen Kochnachwuchs-Wettbewerb ein so großes Spektakel inszeniert. Während die Teams im fünfstündigen Kochduell gegeneinander antraten, rockten vor knapp 1000 Zuschauern die Hitparadenstürmer „SheSays“ und nach der Siegerehrung sorgte DJane Martina Kaiser dafür, dass „ROOKIES OF THE YEAR” zu Europas größtem Kochclubbing wurden.

Vom Nachwuchs begeistert zeigte sich vor allem die Jury: „Das, was beide Teams gezeigt haben, war Kochkunst auf höchstem Niveau. Mit diesem Nachwuchs braucht sich die Kochnation Deutschland vor keiner Konkurrenz zu scheuen“, sagte Deutschlands „Punk-Sternekoch“ Stefan Marquard. Gemeinsam mit anderen Topstars aus der Kochszene wie dem Österreicher Heinz Hanner (Hanner bei Mayerling, 2 Michelin-Sterne) und dem österreichischen TV-Koch Bernie Rieder durfte Marquard alle kulinarischen Kreationen der Finalisten verkosten.

„Der Sieg in diesem Bewerb bedeutet einen Karriereturbo. Wir haben hier die Stars von morgen erlebt“, so Veranstalter Jürgen Pichler, Herausgeber des Magazins ROLLING PIN, der diesen Kochwettbewerb gemeinsam mit C+C Pfeiffer initiierte. „Ein perfektes Handwerk ist in diesem Beruf das Um und Auf. Wettbewerbe wie dieser …


>> Die Finaljury



Stefan Marquard Jolly Roger Cooking Gang

Heinz Hanner Patron Relais & Chateaux Hanner

Siegfried Kröpfl Executive Chef Tierpark Schönbrunn

Günter Köck Küchendirektor der Plachutta-Betriebe

Bernie Rieder TV-Koch (ORF)

Gerald Angelmahr Küchenchef Restaurant Korso

Oliver Hoffinger TV-Koch (Puls 4)

Georg Pfeiffer Inhaber C+C Pfeiffer

Jürgen Pichler Herausgeber ROLLING PIN

Die Kriterien:
Optik, Konsistenz, Geschmack, Idee/Kreativität/Innovation, Umsetzung der Produktvorgaben

… fördern die Auszubildenden und motivieren Sie zu Höchstleistungen. Ein wichtiger Mosaikstein für internationale Karrieren“, ist sich auch Johann Lafer sicher, der als Schirmherr der ROOKIES fungiert. Selbst Georg Pfeiffer, Inhaber des österreichischen Lebensmittelgroßhandels C+C Pfeiffer und im Finale der ROOKIES in der Jury, zeigte sich begeistert: „Das war eine großartige Leistung der Jungköche. Die hätten in jeder Haubenküche ihren fixen Platz.“

Immerhin war ja auch der Weg ins Finale kein einfacher: Aus Hunderten von Einsendungen (Deutschland, Österreich, Schweiz) wählte eine Fachjury 16 Finalisten-Teams mit je zwei Nachwuchsköchen aus, die im K.-o.-System in sechs C+C-Pfeiffer-Standorten in Österreich im Zuge der „Pfeiffer bei Nacht“-Events gegeneinander antraten. Ein Jury aus Starköchen wählte jeweils die besten zwei Teams ins Finale.

Live und vor knapp 1000 Zuschauern, darunter ein riesiger Fanclub der HFL Krems, bereiteten die Finalisten beim großen Showdown in Wien dann ein dreigängiges Menü vor. Halten mussten sie sich an folgenden Warenkorb: ausgelöster Rehschlegel (Nuss, Fricandeau, Schale und Schluss), Seesaibling, Wacholder, ganz, Sternanis, Muskatnuss, ganz, Frischkäse, Äpfel und Zwetschken. „In welcher Reihenfolge die Produkte eingesetzt oder mit welchen anderen Produkten diese ergänzt wurden, war den ROOKIES überlassen. Einzige Einschränkung: Der Wareneinsatz für die neun Portionen der Menüs durfte 100 Euro nicht überschreiten. Für die Zubereitung der Menüs standen den Teams fünf Stunden zur Verfügung. Die Jury bewertete die Kreationen nach folgenden Kriterien: Optik, Konsistenz, Geschmack, Idee/Kreativität/Innovation und Umsetzung der Produktvorgaben. Schlussendlich waren es nicht viele Punkte, die die beiden Teams voneinander trennten.


Für viele auch überraschend, dass ein Team aus Tourismusschülern bis in das Finale vordrang. „Das zeigt, dass in den Schulen gute Arbeit geleistet wird“, so C+C Pfeiffer-Geschäftsführer Thomas Panholzer. Wie sehr die Lehrer mitfieberten, zeigte sich im Finale, als zum Schluss selbst bei den Betreuern Tränen der Erleichterung flossen.

„Dieses Finale war an Dramatik und Spannung ja kaum zu überbieten“, sagte etwa Martin Gmeinbauer, Geschäftsführer des Grazer Erfolgs-Cateringunternehmens „Revita“, der sich ebenso unter das Publikum mischte wie das Who is who der österreichischen Gastroszene. „Eine unvergleichliche Veranstaltung, bei der man Kollegen und Freunde trifft, und das alles im Umfeld dieses spannenden Wettbewerbs“, meinte TV-Koch Oliver Hoffinger.

Einer, der weiß, wie wichtig es sein kann, dass man seine Talente zu Bewerben schickt, ist Sigi Kröpfl. Der ehemalige Executive Chef des Hotels Imperial und derzeitige Leiter der Gastronomie des Tierparks Schönbrunn hat einst einen gewissen Gerald Angelmahr zu Europas coolsten Kochwettbewerb, den „jungen wilden“, angemeldet. Mit Erfolg: Im Finale der ROOKIES saß Angelmahr an der Seite seines ehemaligen Lehrherrn in der Jury. Heute ist er selbst haubengekrönter Küchenchef im Restaurant Korso und ein Vorbild für den Nachwuchs. Jürgen Pichler: „Genau das ist unser Ziel. Wir wollen den Jungen eine Bühne bieten und ihnen die Tür zu den großen Küchen dieser Welt aufstoßen. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die ROOKIES im kommenden Jahr an. Mit C+C Pfeiffer als Partner werden wir diesen Event und die Nachwuchsköche noch weiter nach vorne pushen.“

Fotogallerie der Rookies 2009


Fotogallerie der Rookies 2009

eine Collage der Rookies 2009, Feierlaune und Gewinnerdessert


eine Fotocollage der Jury und der Finalisten


Thomas Panholzer Wichtig für die heimische Wirtschaft

Thomas Panholzer
Geschäftsführer C+C Pfeiffer
Seit Juni 2008 verstärkt der gebürtige Linzer die C+C Pfeiffer Geschäftsführung. Der 41-jährige zeichnet gemeinsam mit Manfred Hayböck für die Bereiche Verkauf, Marketing und Leitung der sieben C+C Märkte verantwortlich. Der ehemalige F&B-Manager war zuvor mit der Geschäftsführung des C&C Großmarkt GmbH, AGM betraut.


ROLLING PIN: Herr Panholzer, was war für Sie das Beeindruckendste an den ROOKIES?
THOMAS PANHOLZER:
Ganz klar der Nachwuchsgedanke. C+C Pfeiffer fördert sowohl die eigenen Mitarbeiter als auch den Nachwuchs in der Gastronomie. Die österreichische Gastronomie liegt uns besonders am Herzen, profitiert doch die gesamte heimische Wirtschaft vom Ruf der Küche und Köche. Durch diesen Wettbewerb wollen wir den jungen Talenten eine trendige, jugendliche Plattform bieten, sich untereinander zu messen und voneinander zu lernen. Die jungen Köche sollen Spaß haben und gleichzeitig ein Sprungbrett für ihre Karriere vorfinden. Durch die Zusammenarbeit mit internationalen Spitzenköchen und den Medien wird den Rookies eine Chance geboten, sich und ihr Können der Gastronomiewelt zu zeigen.

RP: Und was sagen Sie zur Performance der Finalisten?
PANHOLZER:
Der Warenkorb war natürlich herausfordernd. Wir wollten die Kreativität der jungen Köche fördern. Gleichzeitig wurde bei der Auswahl der Produkte aber darauf geachtet, einen saisonalen Bezug zu nehmen. Die Topqualität und absolute Frische der Produkte sind selbstverständlich, denn die Qualität des Menüs kann natürlich nur so gut sein wie seine Zutaten. So hatten die Finalisten also die besten Voraussetzungen. Und sie haben daraus wirklich einzigartige Menüs kreiert. Eine große Leistung.


Jeslyn Yee May Teoh und Marco D'AndreaEin Erlebnis, das wir nie vergessen!

ROLLING PIN: Jetzt einmal ganz ehrlich: wie schwer war der Sieg?
Jeslyn Yee May Teoh:
Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir wussten natürlich, dass unsere Konkurrenten von der HFL Krems ein sehr starkes Team sind. Aber das viele Üben hat sich bezahlt gemacht. Ich bin wirklich stolz, dass wir nun die ROOKIES OF THE YEAR sind.
Marco D‘Andrea: Ich kann es auch noch gar nicht glauben. Dass ich heute hier stehe, habe ich vor allem Karlheinz Hauser zu verdanken. Ich habe ihn damals auf dem Cover von ROLLING PIN entdeckt und mich sofort bei ihm beworben. Er hat mir alles beigebracht und wegen ihm kann ich heute diesen Sieg feiern.

RP: Was war das Beeindruckendste für euch?
Jeslyn Yee May Teoh:
Die unglaubliche Stimmung beim Finale. Wenn einem während des Kochens fast 1000 Zuschauer anfeuern, ist das ein Wahnsinn. Ich kann nur jedem sagen, macht bei diesem Bewerb mit. Dieses Erlebnis werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen.
Marco D’Andrea: Beeindruckend war auch, welche Starköche man bei so einem Bewerb kennenlernen kann. Ich habe viele Kontakte geknüpft und viele neue Kollegen kennengelernt. Das und der Sieg sind etwas, das mir keiner mehr nehmen kann.

17.11.2009