Branchenkenner fordert Lehre für Wirte

Durch eine größere wirtschaftliche Kompetenz sollen Restaurantschließungen verhindert werden – der Schweizer Bruno Lustenberger fordert Lehre für Wirte.
Jänner 3, 2018 | Fotos: Shutterstock

Der Präsident des Verbands Gastro Aargau ist sich sicher: Ein erfolgreicher Wirt muss besser rechnen können, als er kochen kann. Der Gastro-Experte erhofft sich folglich durch die von ihm geforderte Lehre für Wirte eine größere betriebswirtschaftliche Kompetenz der ausgebildeten Gastronomen. Diese Rechenfähigkeiten sollen weniger Restaurantschließungen nach sich ziehen und er argumentiert außerdem, dass zwar jeder Wirt einen Koch für sein Restaurant anstellen könne, aber das Rechnen selbst übernehmen müsse.

Lehre für Wirte

Auch die gängige Ausbildung an der Hotelfachschule in der Schweiz reicht Lustenberger nicht. Die von ihm geforderte Lehre für Wirte sollen Gastronomen alternativ zu einer dreijährigen Ausbildung absolvieren können. Präsident Casimir Platzer vom Dachverband Gastro Suisse legt sich jedoch quer. Er verweist auf die dreistufige Unternehmensausbildung hin, die es für angehende schweizer Gastronomen bereits gibt. Diese schließt mit einem eidgenössischem Diplom ab. Lustenberger argumentiert gegen die von Platzer hervorgehobene Ausbildung, da sie für den Gastro-Kenner für eine Weiterbildung, aber nicht für eine Grundausbildung gehalten wird, so der Südkurier. Eine Lehre hätte zusätzlich den Vorteil, dass der Inhalt schweizweit einheitlich wäre.

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