Ausgabe 146, Management-Tipps

BulliPedia

Herdlegende Ferran Adrià im Exklusiv-Talk über sein kulinarisches Wikipedia und die elBullifoundation.

Ferran Adrià im Exklusiv-TalkInterview: Nina Wessely, Fotos: Werner Krug

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Das ehemals beste Restaurant der Welt, das elBulli, wurde mit seiner Schließung 2011 zur Stiftung umgewandelt. Seitdem tüftelt Avantgarde-Koch Ferran Adrià an einem Jahrhundert-Projekt. Und darf man der Vision glauben, mit einem Ergebnis, das die Gastronomie in ihrem Kern stärker und nachhaltiger verändert als alles andere an revolutionären Techniken und Produkten zuvor. Die Rede ist von der elBullifoundation. Ein nicht businessorientierter Kreativtank von Innovationsbegeisterten und Querdenkern, angeführt von Adrià, für alle, der in drei Kernbereiche unterteilt ist. Im Teilprojekt 1846 wird das Erbe des elBulli in Gerichten bewahrt. In einem weiteren Teil der Stiftung arbeitet ein Kreativteam von Koch über Designer bis hin zum Journalisten an kreativen Ideen, die in Echtzeit über das Internet geteilt werden. Und mit der BulliPedia soll darüber hinaus eine wissenschaftlich fundierte gastronomische Enzypklopädie erstellt werden, die ebenso frei verfügbar ist. Manche nennen das Projekt visionäres Wissensmanagement, andere unrealisierbar. Was es definitiv ist: ambitioniert. Und wegweisend.

Der Blinde Fleck
Seit Juli 2011 lebt das elbulli als Stiftung weiter. An der Spitze steht Ferran Adrià. Jener Mann, der begonnen hat, die Grundlagen der Gastronomie zu hinterfragen. Warum er der Meinung ist, dass nur das der Schlüssel zur Weiterentwicklung der Branche ist, hat er ROLLING PIN vor der offiziellen Präsentation der Enzyklopädie versucht zu erklären...



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14.11.2015