Ausgabe 165, Porträts

Walblubber & Verwesung

Abgeschiedenheit und schräge Spezialitäten gehören zu den wenigen Dingen, die es auf den Färöern im Überfluss gibt. Wie das Restaurant KOKS damit die gesamte Inselkulinarik revolutioniert.

InselkücheFotos: Claes Bech-Poulsen, aus dem Kochbuch KOKS, erschienen im Bent C Forlag ApS

Im Herbst kommt ungeschönt zum Vorschein, wo der Herrgott sein Füllhorn besonders großzügig ausgeschüttet hat. Die 18 Färöer-Inseln standen definitiv nicht auf Platz eins seiner To-do-List: Blanker Fels, viel Wasser und dazwischen Gräser, Moose und Flechten. Wachsen und gedeihen tut hier darüber hinaus nicht viel, was die Hauptbewohner des Landes – rund 70.000 Schafe – nicht sofort wegputzen würden. Sie sind Namensgeber der Schafsinseln – die 50.000 menschlichen Einwohner haben das Nachsehen. Und das hatten sie lange Zeit auch kulinarisch, bis einer von ihnen auszog, um diesen Umstand zu ändern.


Leif Sørensen gab seiner
Heimat eine neue kulinarische Identität.
Und das war nötig.



Sein Name: Leif Sørensen. Im Jahr 2004 unterzeichnete er gemeinsam mit Claus Meyer, René Redzepi und Co. das New Nordic Food Manifesto und gab seiner Heimat eine neue kulinarische Identität und das beste Restaurant des Landes mit dem Namen KOKS. Und das war nötig.

Essen, um zu überleben
Abgeschiedenheit gehört zu den wenigen Dingen, die es auf den Färöern im Überfluss gibt. Ganz im Gegensatz zu...

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14.11.2015