Ausgabe 216, F&B Know-how

Wie schmeckt eigentlich ... Galanga?

Galanga, Thai-Ingwer, Alpina galanga, Großer Galgant – was die Wurzel mit den vielen Namen kann, erfährst du hier!

Fotos: Claudio Martinuzzi

Thai-Ingwer, Alpina galanga, Großer Galgant – eine Wurzel mit vielen Namen. Galanga ist die Wurzel einer krautigen Pflanze, die bis zu zwei Meter hoch werden kann. Das Gewächs hat gelbliche holzige Wurzeln, botanisch Rhizome genannt, mit rosa bis rötlichen Seitensprossen. Charakteristisch sind die gelbweißen Blattnarben, die ringförmig angeordnet sind.

Wie schmeckt eigentlich ... Galanga?

Die Ähnlichkeit von Galanga mit dem allseits bekannten Ingwer ist nicht zu übersehen, denn beide stammen aus derselben Pflanzenfamilie – Galanga ist jedoch die mildere der beiden. Der Geschmack ist einerseits bitter-scharf, andererseits auch süßlich-würzig und erinnert an eine Mischung aus Ingwer und Pfeffer mit einer Spur Zitrone. Sie verleiht vielen Gerichten eine würzige, asiatische und fernöstlich anmutende Note.

Am häufigsten wird Galanga in der Küche Thailands eingesetzt: Die Wurzel ist untentbehrlich als Zutat in Suppen, die mit Kokosmilch zubereitet werden. Fein gewürfelt findet sie auch in Wok-Gerichten Verwendung und sie ist eine typische Zutat in Thai-Currypasten. Aber auch in klarer Bouillon, Kartoffelsuppe, Gemüseeintöpfen, Fischund Geflügelgerichten wird Galanga gerne als Gewürz eingesetzt.

Im Kühlschrank aufbewahrt bleibt die Wurzel etwa zwei bis drei Wochen frisch. Um sie vor möglichem Austrocknen zu schützen, wird empfohlen, sie in Frischhaltefolie einzuwickeln und so zu kühlen. Sie kann auch in dünne Scheiben geschnitten und getrocknet werden. Getrocknete Galangawurzel kann auch gemahlen und als Gewürzpulver verwendet werden – in gemahlener Form verliert sie aber schnell ihr feines, würziges Aroma. Neben den vielfältigen kulinarischen Einsatzmöglichkeiten in der Küche wird Galanga auch eine verdauungsfördernde und antibakterielle Wirkung zugesprochen.

Die Wurzel stammt aus südostasiatischen Tropengebieten und wird heute überwiegend in Malaysia und Indonesien angebaut. Erhältlich ist Galanga in gut sortierten Asialäden oder auch online (zum Beispiel über R&S Gourmets).

11.01.2018