Ausgabe 238, START Immo Konzepte Management

Mein größter Fehler: Bobby Bräuer

Auch die Großen der Branche machen nicht alles richtig. Hier erzählen sie von ihren Fehltritten und Rückschlägen, davon, was sie daraus gelernt haben und wie sie es heute besser machen. Diesmal: Bobby Bräuer.

Text: Alexandra Polic     Fotos: Thorsten Jochim

Martin „Bobby“ Bräuer hat in seiner Karriere bereits einige beeindruckende Stationen passiert: Der 57-Jährige war Sous Chef in Eckart ­Witzigmanns Aubergine, Küchenchef im Al Pino, im Restaurant Königshof, im Grand Tirolia – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Seit Februar 2013 leitet er als Executive Chef die acht Outlets der BMW-Welt in München, seiner Heimatstadt. Seine Küchenlinie? Reicht vom Hot Dog bis hin zu zwei Sternen: Diese zieren seit 2015 das Gourmetrestaurant ­Esszimmer, das ebenfalls unter seiner Obhut ist. Eine Karriere, wie Bräuer sie hinlegt, lehrt einen aber auch Lektionen. An eine kann sich der Koch noch besonders gut erinnern, auch wenn sie schon 18 Jahre zurückliegt.

 

Bobby Bräuer hat in seiner Karriere bereits einige Restaurants übernommen: Dabei hat er gelernt, dass Kommunikation das Wichtigste ist. Heute leitet er die acht Outlets der BMW-Welt in München in ihre kulinarische Zukunft.

2001 soll er als Geschäftsführer und Küchenchef ins Victorian in Düsseldorf wechseln. Das Restaurant gehörte damals der König Pilsener Brauerei, Küchenchef war niemand Geringerer als der Sterne- koch Günter Scherrer. Er hatte das ­Victorian 1984 eröffnet und war seitdem viel mehr als nur Patron des Victorian, er prägte den Einsterner wie kein anderer. Mit 60 geht Scherrer in Pension. Bräuer tritt seine Nachfolge an – und damit in sehr große Fußstapfen.

Schweigen ist Silber

Trotzdem „haben mir die Besitzer geraten, nicht mit meinem Vorgänger zu sprechen. Mir wurde suggeriert, dass alles in Ordnung und ein Gespräch nicht notwendig ist“, beginnt er zu erzählen. Ohne die Anweisung zu hinterfragen, hält Bräuer sie ein.

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04.07.2019