Ausgabe 239, START Immo Konzepte Management, Porträts

Auf ein Bier mit Walter Eselböck

Jahrzehntelang prägt Walter Eselböck mit dem Taubenkobel die österreichische Gourmetszene. Was sich für ihn geändert hat und was sich in der Branche ändern muss: Ein Überblick.

Text: Alexandra Polic     Fotos: Raphael Gabauer

Wer nicht wagt

Als Walter Eselböck 1984 gemeinsam mit seiner Frau den Taubenkobel eröffnet, kann er nicht kochen. Von Eckart Witzigmann hat er noch nie gehört, in seinem Lokal serviert er Eiernockerl im Pfandl. Elf Jahre später wählt der Gault Millau den Quereinstieger zum Koch des Jahres. Vier Hauben und zwei Sterne erkocht Eselböck im Laufe seines Lebens. Das Restaurant hat er mittlerweile an die nächste Generation weitergegeben. Wie alles anfing, was sich verändert hat und was die Zukunft bringt: Rückblick und Bestandsaufnahme.

Herr Eselböck, wir gehen zurück zu den Anfängen Ihres Berufslebens. Wo sind wir?
Walter Eselböck: In einer Diskothek. Ich war 18, kam gerade aus der Hotelfachschule. Die Eltern meiner Frau, Eveline, hatten damals zwei Diskotheken. Und wir haben ihnen natürlich geholfen. Ich war da so etwas wie ein DJ. Heute könnte man das eher mit einem Radiomoderator vergleichen, man hat noch mehr gesprochen. Es war eine Nächte raubende, herrliche Zeit, die ich keineswegs missen möchte.

Als Kind wollte Walter Eselböck Grafiker, Künstler oder Maler werden. Nur eine Sache zu machen, war ihm nie genug. Im Taubenkobel erkocht er nicht nur zwei Sterne und vier Hauben, er richtet außerdem das Lokal ein. 2007 eröffnet er das Haus im See, 2013 die Fahrradpension Drahteselböck.

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02.08.2019