Ausgabe 073, F&B Know-how

Das perfekte Weinservice

Berufstrinker sind zeit ihres Lebens glücklich. Oder aber depressiv. Besonders dann, wenn sich im Restaurant ein Lapsus an den nächsten reiht. Was aber in Zukunft nicht mehr vorkommen wird – Sie lesen ja Ihren ROLLING PIN!


Fotos: Werner Krug

ein Herr mit mindestens einem Dutzend leerer Weingläser in seinen Armen Bei den vorherrschenden Preisen für das Degu-Glas Wein (so ab 5,– Euro aufwärts) sollte man ein entsprechendes Trinkgefäß erwarten dürfen. An der Glasindustrie kann es nicht liegen, dass noch immer unförmige, dickwandige Hohlgefäße nach Art der „Römer“ die festliche Tafel verunzieren. Wir wollen ein dünnwandiges, dekorfreies Stielglas mit konischem Duftkamin. Und dieses unser „Werkzeug“ wollen wir in perfektem Zustand auf dem Tisch haben, auf Glanz poliert, ohne Fingerabdrücke oder angeschlagene Ränder. Darüber braucht man kein Wort verlieren. Aber beschnuppert der p. t. Weinservierer auch, was er eindeckt? Millionen von wabenförmigen Zellen im Glas speichern Bratendüfte, Kork-, Zigaretten-, Knoblauch- oder Kartonaromen ganz vorzüglich.

Kontaminierte Gläser gehören ausgetauscht und nicht nur einmal kurz in den Gläserspüler. Noch eine elementare Erkenntnis: Ein infiziertes Glas ist in seiner Gesamtheit, an Außen- und Innenwand, betroffen. Wer das weiß, wird die Gläser für die abendliche Sitzung nicht gleich nach dem Mittagsservice eindecken. Eine gängige Übung – besonders in Gastgärten – ist es, das Glas verkehrt herum einzudecken, also mit der Öffnung auf der gewendeten Deckserviette. Werter Gast, du darfst dann raten: Silan oder Lenor, hat dein Vorsitzer Suppe verschüttet oder Bier?

Genug Glas – es naht der Kellner. Er wird den Wunsch...

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28.10.2008