Ausgabe 068, Porträts

Mälzer & Mälzer - Fillet of Soul

Ein nicht mehr ganz junger junger Wilder: Patrick Gebhardt sorgt im Hamburger Fillet of Soul für coole und trotzdem leckere Vibrations. Und Mälzers Exküchenchef weiß, warum alle nervös auf Tims Rückkehr warten.

Das Hamburger Fillet of Soul Restaurant Sicher, es gibt sie, die Typen, die einfach zu viel Geld haben und nicht wissen, was sie mit ihren 2 Millionen Taschengeld machen sollen. Am besten anlegen in einem guten Lokal mit noch besserem Koch. Ist fast so toll für das Image wie eine Spende für heimatlose Pandabären in Peking. Und der Koch muss sich keine Gedanken machen, einfach nur gut kochen soll er. Patrick Gebhardt (36) würde trotzdem dankend abwinken. „Wenn der Besitzer um 2 Uhr anruft und ein Schnitzel will, dann musst du eben auch spuren. Und ich habe keine Lust, mich zum Affen zu machen.“ Dann lieber ein paar Sorgen mehr um die Moneten, aber glücklich und selbstständig.

Die rockenden Hengste von Hamburg stehen im Neonlicht hinter einer brusthohen Theke, brutzeln, backen und braten im Porsche-Tempo, dass man schon beim bloßen Zusehen Mitleid mit den Jungs bekommt – und sie sind furchtbar gut drauf. Obwohl man das bei Patrick Gebhardt nicht immer auf den ersten Blick sieht. Er lächelt mehr nach innen. Würde er die ernste Maske herunterreißen, käme wohl ein ziemlich naturlockerer Typ hervor. Man sagt übrigens „Pätrick“, obwohl er keine englischen Wurzeln hat, eine kreative Laune seiner Mutter. „Incredibly strange creatures“ leuchtet in silbernen Buchstaben auf seinem himbeerroten T-Shirt, ein Kollege hat „Stallion“, Hengst, auf dem Shirt stehen. Die fast schon angewachsene Schiebermütze...

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15.07.2008