Chambre Séparée: Kobe Desramaults ist zurück

Der Mastermind des Ende 2016 geschlossenen Restaurants In de Wulf meldet sich mit seinem neuen Masterpiece zurück: Kobe Desramaults verwirklicht sich mit dem Chambre Séparée.
Oktober 20, 2017 | Fotos: Wolfgang Hummer, Piet De Kersgieter

Back to the roots

Da freut sich seine große Fangemeinde aber, denn: der belgische Sonnyboy und kreative Sternekoch Kobe Desramaults ist wieder da. Desramaults, der Ende 2016 sein hochgelobtes Restaurant In de Wulf im belgischen Dranouter schloss, meldet sich mit dem Chambre Séparée in Gent zurück – stärker und vor allem glücklicher als je zuvor.

Diplomatisch formuliert hatte der belgische Sternekoch die Nase voll von den ganzen negativen Begleiterscheinungen, die das Mitmischen in der Spitzengastronomie mit sich brachte: Angefangen von den finanziellen Belastungen über den stetig wachsenden Leistungsdruck bis hin zum gastronomischen Krebsgeschwür der No-Shows.

Und auch die Tatsache, dass er 2015 aus der der The-World’s-Best-Restaurants-Liste fiel, nagte am Perfektionisten, der mit nur 23 Jahren das französisch angehauchte Bistro In De Wulf seiner Eltern übernahm. Innerhalb von zwei Jahren erkochte Desramaults einen Stern im Guide Michelin und das In de Wulf zählte zu den besten Fine-Dining-Adressen des Landes.
Nach zwölf Jahren wurde aber alles zu viel. Es brauchte eine Auszeit, um zu reflektieren und die nahm sich Desramaults auch.

Intimer Genuss auf Zeit

Im Sommer 2017 hat er nun still und leise das Chambre Séparée eröffnet, mit dem er quasi back to the roots geht. Hier kann er sich wieder seiner ureigensten Passion widmen: dem kochen.

Aufs Wesentliche reduziert ist jetzt auch sein Team – statt der 45 Mitarbeiter im In de Wulf werken nun ganze fünf für Desramaults. Und die machen vom Kochen bis zum Service alles. Auch die Größe des Lokals hat sich verändert: Lediglich 16 Sitzplätze sind um eine offene Küche gruppiert. Außerdem: Das gebuchte Menü muss jetzt im Voraus bezahlt werden und große Gästerunden sind im Chambre nicht erwünscht. Die Gäste dürfen sich auf ein rund 20-gängiges Menü freuen, dass zu einem großen Teil über offenem Feuer zubereitet wird.

Aber auch im Chambre Séparée wird der smarte Kreativkopf nicht bis zur Rente hinter dem Herd stehen, denn mit Ende 2019 schließt er sein Restaurant wieder und macht sich dann auf zu neuen Abenteuern.
www.chambreseparee.be/eng

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