God List

Die 8 wirksamsten magischen Kräuter

Das Wissen um die Kraft der Kräuter ist uralt, vielen wurden heilende und sogar magische Kräfte nachgesagt, die für Rituale benutzt wurden. Zum Tag des Okkultismus stellen wir acht der berühmtesten Kräuter vor.

Fotos: Heike Rau, Matteo Sani, Whiteaster, Viktor Kovalenko, lzf, Alis Photo, Dadalia, Arenysam

Alraune
1. Alraune: Das wohl bekannteste Gewächs in der Welt der Magie wird auch Mandragora, Zauberwurzel oder Alrun genannt und war vor allem im Mittelalter eine berühmte Zauberpflanze. Bei den Ägyptern wurde sie als Liebestrank und Zaubermittel eingesetzt, ein Revival erlebte sie vor allem durch Harry Potter. Die Wurzel der Pflanze ähnelt einem runzeligen menschlichen Gesicht. Im Mittelalter glaubte man deswegen, man müsse sie mit besonderer Vorsicht und allerlei Zauber ausgraben, da die schrillen Schreie der Alraunen einen töten könnte. Sie ist sehr giftig (unter anderem durch ihr Atropin) und hat halluzinogene Wirkung, kann zu Atemlähmung, Koma und zu Herzstillstand führen.
Eisenkraut
2. Eisenkraut: Das Eisenkraut ist auch als Druidenkraut oder Wundkraut bekannt und wird in mittelalterlichen Kräuterbüchern häufig erwähnt. Es wurde zur Wundheilung eingesetzt und als Wunderkraut gegen etliche andere Beschwerden.
Fliegenpilz
3. Fliegenpilz: Er enthält das Gift Muscarin, weswegen seine Wirkung irrtümlich für tötlich gehalten wird. Die Druiden und Schamanen benutzen den Fliegenpilz für heilige Rituale. Seinen Namen hat der Pilz, weil man früher Pilzstücke in gezuckerte Milch legte, um Fliegen zu töten.
Hauswurz
4. Hauswurz: Karl der Große hat in seiner Landgüterverordnung sozusagen befohlen, gewisse Pflanzen anzupflanzen. Dazu gehörte auch die Hauswurz, oder auch Dachwurz genannt, die zum Schutz vor Blitzschlag auf jedes Dach zu pflanzen war. Auch als Orakel diente die Hauswurzblüte früher. War sie rötlich, konnten freudige Ereignisse erwartet werden, während schneeweiße Blüten auf den baldigen Tod eines Angehörigen hindeuteten.
Johanniskraut
5. Johanniskraut: Johanniskraut ist das Hexenkraut schlechthin. Im Volksglauben hat man es als das Blut Christi gedeutet, das aus seinen Wunden ausgetreten ist. Es wurde auf das Bett von Wöchnerinnen und Neugeborenen gebettet und diente auch als Liebesorakel. Dazu wird wird ihm eine schützende Wirkung vor bösen Hexen und Gewittern nachgesagt. Johanniskraut wurde in bäuerlichen Gegenden überall aufgehängt. Und auch die Kirche hat sich des Krautes bedient als Mittel zum Exorzismus.
Mistel
6.Mistel: Das alte Druidenkraut, das wohl am meisten Berühmtheit durch Asterix bekannt wurde, findet man als Schmarotzer in hohen Laubbäumen. Früher wurde es als Mittel gegen innere Blutungen eingesetzt, bei Krämpfen und Epilepsie sowie bei eitrigen Geschwüren.
Stechapfel
7. Stechapfel: Der Stechapfel gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist extrem giftig! Er gehört zu den sagenumwobenen Hexenkräutern, die angeblich in den Hexensalben waren. Das Gewächs ist hoch halluzinogen und kann zu Herzrhythmusstörungen, Atemlähnung und zum Koma führen.
Tollkirsche
8. Tollkirsche: Die Atropa Belladonna, Tollkirsche oder auch Teufelskirsche ist eine tödlich giftige Pflanze. Ihr Name stammt daher, dass sie beim Menschen Tobsuchtsanfälle hervorrufen kann. Im Mittelalter spielte sie eine große Rollebei Liebestränken, Zauberelixieren Hexensalben und wurde für Giftmorde verwendet. Sie gehört zu den klassischen Hexendrogen.
18.11.2015