Ausgabe 011, Arbeiten im Ausland

Arbeiten am JetSet

Arbeiten in der Sonne von Monaco, Nizza, Cannes und St. Tropez.

ein Blick über Monaco

Von Monaco und Menton aus gesehen beginnt die klassische Côte d´Azur weit im Westen, wo die Provance sich in den Voralpen verliert. Je nach Geschmack ist das zwischen Marseille und Toulon, aber eigentlich geht es erst ab St Tropez so richtig los, denn dann reiht sich ein mondäner Badeort an den anderen, um eine lange Kette über 150 Kilometer Mittelmeerküste bis zur italienischen Grenze zu spannen. Der Name Côte d´Azur wurde Ende des 19. Jahrhundert aus der Taufe gehoben, um den französischen Teil der Riviera einen charaktervollen Namen zu geben.

Monaco ist der zweitkleinste, unabhängige Staat der Welt und belegt einen Küstenstreifen von 3,5 Kilometer Länge und 400 bis 1000 Meter Breite. Die Altstadt Monaco ist Regierungssitz mit Palast und Parlament auf einem herausragenden steilen Felsvorsprung „Rocher“. Anschließend ist das alte Hafenbecken mit dem Handels- und Geschäftsviertel „La Condamine“ und weiter nördlich jenseits des „Ste-Dévote“ Taleinschnitts der Stadtteil Monte Carlo. Die Siedlung Monaco bestand schon in phönizischer Zeit, um 500 v. Chr. wurde sie von den Griechen als Handelsniederlassung ausgebaut. Im 12. Jahrhundert kam der Felsen durch eine Schenkung Kaiser Friedrich I. an die Seemacht Genua, die eine Festung erbauen ließ. Sie fiel 1297 durch List und Raub an den aus Genua vertriebenen Francesco Grimaldi, der sie mit zwei als Mönchen verkleideten Soldaten im Handstreich genommen haben soll - auf diesen Umstand weisen die beiden Mönche im Wappen der Grimaldis hin. Im Jahre 1848 wurde Monaco vom Wegfall des kultivierten Hinterlandes und die wirtschaftliche Verarmung durch den Verlust der Besitzungen Roquebrune und Menton, die eigene Republiken gründeten, in die Neuzeit gedrängt. Schnell war die Erschließung neuer Einnahmequellen durch die Errichtung eines Spielkasinos beschlossen, das nach anfänglichen Misserfolg von Charles II in den nach ihm benannten Stadtteil Monte Carlo verlegt wurde. Mit der Eisenbahn, die seit 1868 das Fürstentum mit Reisenden versorgt und dem Neubau des Casinos nach Vorbild der Pariser Oper wurde ein beachtlicher wirtschaftlicher Aufschwung eingeleitet. Nach dem 2. Weltkrieg kam der heute noch regierende Fürst Rainer III an die Macht und begründete den Aufschwung zum blühenden Kleinstaat mit eigener Verfassung und (eng an Frankreich angelegten) Hoheitsrechten und Privilegien - u.a. die legendäre Steuerfreiheit für Monegassen! Heute ist Monaco auch Verwaltungssitz großer Firmen der Telekommunikation, Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie Sitz verschiedener wissenschaftlicher Institute und internationaler Gremien. Ein neues Kongresszentrum und Ausrichtung auf Zukunftstechnologien macht Monaco zu einem führenden Wirtschaftsfaktor an der östlichen Côte d´Azur.

HIER registrieren

10.05.2004