Ausgabe 227

Der Unersättliche

The Duc Ngo macht das, worauf er Lust hat. Mit dieser Einstellung hat der Berliner Gastronom bereits zwölf Restaurants mit verschiedenen Konzepten eröffnet und er will noch mehr!

Text: Andrea Böhm     Fotos: Monika Reiter, Gekko-Group, beigestellt, DADO Photography

Das Imperium des The Duc Ngo wächst und wächst. Aktuell sind es zwölf Restaurants, die Hälfte davon ist in den letzten zweieinhalb Jahren entstanden. Und irgendwie scheint der Deutsche mit vietnamesischen Wurzeln den Dreh rauszuhaben, denn all seine Konzepte – laut Eigendefinition sind es sieben oder acht – begeistern seine Gäste. 

Das Erfolgsgeheimnis liegt aber nicht nur in den unterschiedlichsten Konzepten, sondern auch an der Atmosphäre in den Lokalen: „Wir machen Restaurants, die sehr mit Herz, familiär und freundschaftlich geführt werden. Dadurch kommen sie gut bei den Gästen an“, erklärt der Gastronom. Die meisten Restaurants liegen in seiner Comfort-Zone Berlin, je eines gibt es auch in Frankfurt und Baden-Baden und es ist kein Ende in Sicht. Denn die Ziele des Herrn Ngo sind hoch. Hat er einmal Blut geleckt, ist er kaum zu bremsen.

„Wenn ich weiterhin diesen Weg gehen möchte und sehr ehrgeizig bleibe, dann kann es schon sein, dass es irgendwann einmal eine Zahl um die 100 oder mehreren 100 ist“, meint er und spinnt seinen Gedanken weiter: „Oft multipliziert es sich ganz schnell. Dann hat man ein Konzept, das Franchise-tauglich ist, und die Zahlen gehen nach oben.“ Ehrgeiz liegt in der Natur des The Duc Ngo. Schon in jungen Jahren, als er viel Leistungssport gemacht hat, wollte er immer etwas erreichen, was noch nie jemand erreicht hat.

Diese Einstellung spiegelt sich in seinen Restaurants und Konzepten wider. „Ich habe zwar schon so viel gemacht, kann aber dennoch nicht stoppen, da ich merke, dass es noch viel mehr gibt und ich noch ein Konzept reinstreuen könnte.“ Grundlage dieser Aussage ist, dass der Berliner in seinem Geschmack nicht festgefahren ist, er mag einfach jede Küche der Welt. „Ich glaube, ich könnte es schaffen, irgendwann einmal die meisten Restaurants mit verschiedenen Food-Konzepten der Welt zu haben.“ 

Der 44-Jährige sieht es auch als Herausforderung gekoppelt mit der Frage: Schaffe ich es an die Spitze? „Ich merke, es funktioniert, deswegen mache ich weiter. Wenn man es nicht schafft, wenn man merkt, dass es eine Grenze gibt, dann hört man auch auf“, erklärt The Duc Ngo. Wichtig dabei ist, dass man nicht die Bodenhaftung verliert, beginnt, wirtschaftliche Fehler zu machen. Für den Gastronomen kein Problem: „Ich umgebe mich gerne mit Leuten, die mich ergänzen, mich unterstützen in dem, was ich tue. Nur so geht es.“



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03.09.2018