Ausgabe 062, Management-Tipps

Motivationsturbo Beteiligung

Höhere Produktivität und stärkere Identifikation: Wer Mitarbeiter am Erfolg beteiligt, profitiert selbst am meisten. Die besten Modelle im Praxistest.

ein Herr im Anzug mit einem riesigen 100 Euro schein in seinen Armen Dass Mitarbeiterbeteiligungs­systeme auch in der Hotellerie und im Gastgewerbe dem Unternehmen einen kräftigen Schub nach vorne geben können, ist unbestritten. „Eine Reihe von empirischen Untersuchungen belegt, dass die Produktivität um 10 bis 20 Prozent ansteigt“, sagt Heinrich Beyer, Geschäftsführer der AGP, der deutschen Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft.
Diese Zahlen kann der österreichische Tophotelier und Sternekoch Heinz Hanner nur unterstreichen. Vor drei Jahren verbannte er die Begriffe Mitarbeiter und Personal aus seinem Wortschatz und spricht von seiner derzeit 35 Köpfe umfassenden Mannschaft nur noch von Mitunternehmern. Seit sie vom Erfolgskuchen jedes Jahr ein finanzielles Häppchen mitnaschen dürfen – meist ist es sogar ein richtiger Happen –, freut sich auch der Chef über wachsende Umsätze zwischen 9 und 30 Prozent. Bis zu 60.000 Euro schüttet er jährlich an seine Mitarbeiter, Pardon, Mitunternehmer, aus.

Bonussystem Dafür entwickelte ­Hanner Modelle, die für die Branche durchaus zukunftsweisend sind. Denn auch AGP-Geschäftsführer Beyer sagt: „In der Hotellerie und Gastronomie sind Beteiligungssysteme eher die Ausnahme.“ Die meisten Hoteliers geben sich zu diesem Thema auch bedeckt. Ausgegangen wird davon, dass wenn, dann nur die Taschen von Führungskräften aufgefüllt werden. Anders ist das zum Beispiel in den Accor-Hotels, in denen man seine Mitarbeiter als...

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11.03.2008